Wissenswertes zur Deutschen Mark: Kennen Sie die geheimen Geldscheine der frühen Bundesrepublik Deutschland?

 

Die Geldscheine der Bundesrepublik Deutschland? Ja klar kenne ich die DM, die Deutsche Mark, werden jetzt viele Leser denken.

Aber kennen sie auch die GEHEIMEN Geldscheine? Die Geldscheine, die den Bundesbürgern bis heute verschwiegen werden?

Geldscheine deren ehemalige Existenz heute nicht einmal jeder Bundestagsabgeordnete kennt?.

 

Blicken wir zunächst zurück in die „Gründungsjahre“ der Bundesrepublik Deutschland. Das erste Geld, was uns Deutschen damals von der US-Regierung „verordnet“ wurde, trug zwar schon den Namen Deutsche Mark, wurde aber in den USA entworfen und gedruckt und orientierte sich rein äußerlich sehr stark am Dollar. Diese Serie 1 hatte von 1948 bis 1956 Gültigkeit. Es folgte dann, schon ab 1951, die zweite Serie, die bis ins Jahr 1965 gedruckt wurde. Diese Serie ähnelte im Aussehen bereits den uns allen noch in guter Erinnerung gebliebenen Geldscheinen, hatte aber komplett andere Motive. Danach erfolgte ab 1961 der Druck der Serie 3, die von der Bundesbank auch die interne Bezeichnung BBk I erhielt. BBk I wurde bis 1995 produziert. Abgelöst wurde diese Serie dann durch die vierte Serie, die aber die interne Bezeichnung BBk III erhielt. Es ist die DM-Geldscheinserie, die ab 1990 dann bis Ende 2001 Gültigkeit hatte und abermals ein komplett verändertes Druckbild gegenüber der Vorläuferserie hatte. In dieser vierten Serie bekamen die Geldscheine dann noch ab 1997 moderne Sicherheitsmerkmale in Form der silbern schimmernden KinegrammeBBk IIIa. Ab 1. Januar 2002 wurde dann bekanntlich der EURO als einziges Umlaufgeld eingeführt.

 

BBk I, BBk III und BBk IIIa – fehlt da nicht etwas in der Reihenfolge. Ja und zwar BBk II, die geheime Geldscheinserie.

 

Seinerzeit bei Drucklegung all dieser Scheine, wusste niemand, außerhalb von Bunderegierung und Bundesbank, etwas von diesen internen Serienbezeichnungen BBk. Selbst in den unterschiedlichen Geschäftsbanken waren diese Bezeichnungen völlig unbekannt. Somit konnte die fehlende Serie nicht auffallen. Wobei BBk ganz einfach nur als Abkürzung für Bundesbank steht. Diese interne Nummerierung wurde erst lange Zeit nach Euroeinführung öffentlich bekannt. In diesem Zuge sickerte dann auch die Nachricht über BBk II ans Licht der Welt. Auch waren die Informationen zur geheimen Serie dann nicht mehr als streng vertrauliche Verschlusssache eingestuft und jeder der etwas darüber wissen wollte, konnte danach fragen. Aber wer hinterfragt schon etwas, was er nicht einmal in seiner kühnsten Fantasie erahnt? So blieb der Hintergrund zur DM-Geldscheinserie BBk II bis heute weiten Teilen der bundesdeutschen Bevölkerung verborgen.

 

Es handelt sich dabei aber um eine Ersatzwährung, die dann zum Einsatz gekommen wäre, wenn der Ostblock damals die BRD mit Falschgeld überschwemmt hätte um die Wirtschaftskraft dadurch zu schwächen oder wenn durch einen Atomschlag sämtliche Bargeldbestände oberirdisch vernichtet worden wären. Die damalige Angst vor den sowjetischen Atomwaffen brachte ja eine Menge solcher Kuriositäten zu Stande.

 

Aber wozu Bargeld horten, wenn alles vernichtet ist und das Geld eigentlich niemand mehr braucht? - Aber na ja, die Politiker haben damals schon unsinnig gehandelt und tun es heute noch mehr denn je.

Es gab sogar eine extra Geldserie für West-Berlin (BBk IIa) mit etwas abweichendem Druckbild von BBk II. Da in Berlin aber normalerweise mit dem übrigen Bundesgebiet identische Geldscheine im Umlauf waren, macht eine separate Druckauflage eigentlich keinen Sinn. So muss heute angenommen werden, dass diese geheime Berliner Serie ja nur für den Fall gedacht gewesen sein kann, wenn die Amis selbst den Atomschlag führen und das DDR-Gebiet einschl. Gesamtberlin atomar kontaminiert gewesen wären. Aber davon wollen die bestimmt heute nichts mehr wissen. Überhaupt waren es doch die US-Amerikaner die Hiroshima und Nagasaki seinerzeit atomar zerbombt haben und die zu Kriegszwecken immer wieder mit Atomwaffen drohen und moderne, kleinere Ausgaben in ihren letzten Kriegen („Kampf gegen den Terror“) weiterhin eingesetzt haben. Zu den A-Bomben, die in Japan am 6. und 9. August 1945 abgeworfen wurden gibt es ja auch schon aktuelle Meinungen von Historikern, die belegen, dass es sich um Beutewaffen gehandelt hat und die USA damals technisch nicht in der Lage waren eigene A-Waffen zu produzieren. Und das Dt.Reich hat diese Waffen aus moralischen Gründen seinerzeit nach Testsprengungen nicht in den Kriegseinsatz gebracht. Aber das wird natürlich offiziell verschwiegen. Soviel zur Moral der damals zum Sieger ernannten USA.

 

Aber zurück zum Geheimgeld. Auf den ersten Blick ähneln die geheimen DM-Scheine denen, die damals tatsächlich in Umlauf waren. Sie hatten die gleiche Größe und auch die Farben stimmten überein, der Zehner etwa war blau und der Fünfziger braun. Selbst die historischen Porträts auf den Scheinen waren dieselben. Die Patrizierin Elsbeth Tucher schaute vom Zwanziger herab. Der Kosmograf Sebastian Münster war auf dem Hunderter zu sehen. Doch es gab auch einige Unterschiede. So waren neben den vertrauten Porträts der historischen Personen andere Diagramme, die den Wert anzeigten und auch die Rückseiten der Scheine zeigten nur geschwungene, abstrakte Formen statt etwa das Holstentor auf dem 50-Mark-Schein oder den Bundesadler auf dem Hunderter.

 

1963 kursierten in Deutschland mehr als 25 Milliarden DM in Scheinen, also produzierte man 30 Milliarden DM in geheimen Scheinen, davon ca. 4 Milliarden für Berlin. Gelagert wurde es seit den frühen 1960er Jahren im Haupttresor der Bundesbank in Frankfurt am Main, in einer geheimen Bunkeranlage in der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Cochem und in einem ehemaligen Bunker der Landeszentralbank NRW nahe der Stadt Satzvey, dort unterhalb einer Grundschule (Tarnung ist alles), bis zur Vernichtung nach der Euroeinführung in 2002.

 

Der Bunker in Cochem, der sich 30 Meter tief unter einem Schulungs- und Freizeitheim der Bundesbank versteckte, beinhaltete allein etwa die Hälfte der Ersatzwährung. Im Falle eines Atomschlags hätten hinter den bis zu vier Meter dicken Wänden 175 Menschen 14 Tage lang überleben können. Zudem liegt Cochem in einem Tal. Die Druckwelle einer nuklearen Explosion wäre, so die Überlegungen der Verantwortlichen seinerzeit, vermutlich über den Ort hinweggefegt.

 

Und dann? Was hätten die 175 Personen dann mit ihren Milliarden nach 2 Wochen angefangen, was hätten sie gekauft? Wo hätten sie gekauft? Sie hätten mit dem Geldscheinpapier noch ein Feuer machen können und hätten dann vielleicht einen Tag länger überlebt bevor sie dann unter der Erde gestorben wären oder oben doch noch konterminiert worden wären. Reine Verschwendung von Steuergeldern, damals schon.

 

Die offizielle Begründung für die Berliner Serie BBk IIa lautete damals übrigens wie folgt: „Im Falle eines Atomkriegs ist Berlin der sicherste Ort, denn keine Seite wird eine Atombombe auf die Stadt werfen. So ist es wahrscheinlich, dass im Falle eines Atomkriegs Westdeutschland weitgehend verwüstet wird, während die Versorgungslage in West-Berlin viel besser wäre. Deshalb ist es für diesen Fall wichtig, eine eigene Berliner Währung zu haben, damit Berlin nicht von dem notleidenden Westdeutschland leer gekauft wird.“

Oohh, das, liebe Leser, muss einem erst einmal einfallen. Die Politversager waren ja damals fast noch schlimmer als heutzutage. Woher erhielt denn Berlin den Großteil sämtlichen Waren? Natürlich aus Westdeutschland, denn die Eigenproduktion der Stadt war mehr als nur durch die DDR-Mauer begrenzt.

 

Jedenfalls wurde die geheime Deutsche Mark ab dem Jahr 2002 vernichtet, ohne dass jemals etwas mit ihr bezahlt wurde. In Umlauf kamen wohl dennoch einige Scheine, aus irgendwelchen Gründen sind sie der Vernichtung entgangen. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank kursieren noch immer etwa fünf bis zehn dieser Scheine. Taucht eine dieser seltenen DM-Banknoten allerdings irgendwo auf, beispielsweise bei einer Versteigerung, wird sie sofort von der Bundesbank eingezogen. Gerade deshalb sind die Geldscheine der BBk II-Serie aber doch noch etwas wert und sind nicht nur bei Sammlern zum Mythos geworden.

 

Zum Schluss noch einige Abbildungen der DM-Serien von 1948 bis 2001 am Beispiel des 100 Mark-Scheines (aus http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Mark) :

 

 

Terra-Kurier / JKS 13.12.2012
 (n. e. A. v. St.)

 

 

Werden neue DM-Noten gedruckt?

In letzter Zeit hört man vielfach davon, dass die Bundesregierung den Druck von neuen DM-Scheinen in Auftrag gegeben hat und Milliarden dieser neuen Währung bereits in geheimen, unterirdischen Verstecken lagern. Im Internetz ist auf einigen Seiten bereits davon die Rede, dass dies der Beweis für den Ausstieg der Bundesregierung aus dem EURO ist.

 

Nun ist es leider auch hier wie schon vielfach beobachtet, dass im Netz nicht immer die Wahrheit verbreitet wird und sich Spekulationen und Wahrheit zu neuen Theorien vermischen.

 

Es gehört zu den Aufgaben einer Bundesregierung stets Vorsorge für jeden Eventualfall zu schaffen. So auch in Währungsangelegenheiten, die dann gemeinsam mit der Bundesbank geregelt werden.

Dies haben die Bundesregierungen schon zu Zeiten des kalten Krieges getan, um nach einem Atomschlag und damit der Vernichtung der Bargeldbestände, vorbereitet zu sein und quasi nahtlos neues Bargeld zur Verfügung zu haben. Auch damals wurde die Ersatzwährung in geheimen, unterirdischen Tresoren gelagert. (s. oben)

 

Der aktuelle Druck von neuen, öffentlich noch unbekannten DM-Noten hat mit Sicherheit nicht den Grund, dass die Bundesregierung aus dem EURO aussteigen will. Das würde voraussetzen, dass diese Bundesregierung vernünftig und intelligent handeln würde. Das zu können, hat sie aber bisher niemals zuvor bewiesen. Vor diesem Hintergrund ist einfach davon auszugehen, dass heute für den Eventualfall, hier den Zusammenbruch des EURO, einfach nur vorgesorgt wird. Auch die Bundesregierung hat registriert, dass die Stabilität des EURO unter Umständen in Gefahr ist und scheinbar hat sich irgendjemand aus Politversagerkreisen an die alten Notfallpläne erinnert und es wurde mit der Umsetzung nach bewährtem, altem Schema begonnen.

 

Damals, zur Zeiten des kalten Krieges, hatten nicht einmal die Banken von der Ersatzwährung gewusst, heute sickern zumindest Bruchstücke an Information zu uns an die Öffentlichkeit durch. Sicherlich auch ein Verdienst des Internetzes. Und wenn die etablierten, gleichgeschalteten Massenmedien dazu schweigen, dann …

 

JKS - Terra-Kurier /23.05.2014