Der Freiheitskampf der Südtiroler!

Auch nach über 100 Jahren Unterdrückung und Besetzung, ist der Freiheitswillen der Südtiroler ungebrochen.

 

Hintergründe, Missstände, Geheimhaltung und das Politikversagen in Südtirol

Von Helmut Golowitsch gibt es eine Buchbandserie über die wirklichen Hintergründe, die Missstände, die Geheimhaltung und das Politikversagen über Südtirol.

Er deckt in akribischer Kleinstarbeit die Hörigkeit der ÖVP zur faschistischen, dann demokratischen (alles ein und dasselbe) italienischen Regierung auf, dass einem die Haare zu Berge stehen.

Fand die erste und zweite Publikation noch ihren Platz in den verschiedenen Zeitungen so wurde diesmal auf Anordnung der ÖVP Wien ein striktes Ankündigungs-, Verbreitungs- und Verkaufsverbot der großen Medien herausgegeben.

Rudolf Moser, ein österr. Fabrikant, führte im Auftrag der ÖVP Wien die meisten Verhandlungen mit Italien, wobei die ÖVP Tirol meist nichts davon wusste. Er hoffierte alle italienischen Politiker samt Vatikan, war für jede Schandtat bereit zum Leide Südtirols. Nun gut, dass er über alle seine Gespräche und Aktionen Buch geführt hat. Durch Zufall kamen diese in historische Hände, welche umgehend den Nachlass aufgearbeitet haben. Daraus entstanden nun 3 Werke, die der Welt aufzeigen, wie im Auftrage der ÖVP Wien, jahrzehntelang, Südtirol verraten und verkauft wird. Oft auch mit Einverständnis der Südtiroler Volkspartei von Anbeginn bis in die Gegenwart.

 

Nicht nur in Südtirol und dem Rest Österreichs (und damit in großen Teilen des Deutschen Reiches) wird der Leser durch das Lesen des Buches erkennen, welchen Verrätern sie bisher die Treue gehalten haben und wie groß der Verrat an Südtirol tatsächlich ist. Das Buch ist auch über den Andreas Hofer Bund Innsbruck zu beziehen. Hier eine kurze Buchbeschreibung: "Südtirol - Opfer politischer Erpressung"

 

Wer kennt noch den Vorfall an der Porzescharte – Südtirol, 25.6.1967

Der ‚Vorfall vom 25. Juni 1967’ an der Porzescharte bei Obertilliach in Osttirol war mit größter Wahrscheinlichkeit vom italienischen Geheimdienst inszeniert und wurde im Rahmen der Politik der Spannung dem Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) bzw. Österreich als politisches, separatistisches Attentat angelastet.

Dafür hat die ital. Regierung Südtiroler verurteilt, die heute noch nicht nach Hause dürfen, obwohl die österr. Regierung mittels Filmmaterial beweisen konnte, dass dieses Attentat nie stattgefunden hat sondern erst im Nachhinein von den Italienern präpariert wurde. Die ganze Südtirolgeschichte zieht sich so hin.

Lesen, sehen und hören Sie direkt hier: https://www.neuer-weg.com/node/2966 und http://www.tirolerland.tv/porzescharte-recht-vor-staatlicher-willkuer-recht/
und
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/literatur/570898-Speckner-Hubert-Zwischen-Porze-und-Rosskarspitz.html und http://www.fellerschuetzen.at/userdata/423/uploads/Gedenkrede_von_Dr_Margarethe_Lun.pdf

 

Schluss mit der Diskreditierung des Freiheitskampfs

Aktionen unter „falscher Flagge“ (false- flag-attack) gab es schon immer, nur nennt man diese Geheimdienstaktionen erst jetzt beim wirklichen Namen. So waren es bereits diese „false flag“-Operationen, die in Südtirol für Unruhe sorgten.

In einer weiteren opulenten Publikation von Dr. Speckner „Von der Feuernacht zur Porzescharte“, wird das „Südtirolproblem“ der 1960er Jahre, das er in den österreichischen sicherheitsdienstlichen Akten recherchierte, weiter beleuchtet und insgesamt 48 andere „Attentate“ bzw. „Anschläge“ einer gründlichen Analyse unterzogen. Dabei erwies sich, dass die meisten entweder überhaupt nicht (so) stattfanden wie von Italien dargestellt oder unter „falscher Flagge“ verübt wurden, um den BAS dafür verantwortlich zu machen, seine Aktivisten als Terroristen zu verunglimpfen und damit den Südtiroler Freiheitskampf insgesamt zu diskreditieren. Andere Vorfälle dieser Art erwiesen sich schlicht als Unfälle.

 

Es ist daher dringend und zwingend geboten, die zentralen amtlichen italienischen Darstellungen zum damaligen Geschehen als das zu begreifen, was sie sind, nämlich Manipulationen und als solche somit Geschichtsfälschung. Italien, das dafür die Hauptverantwortung trägt, hat in den letzten Jahren unzählige Schwerverbrecher und linke wie rechte ideologisch-terroristische Gesinnungstäter begnadigt. Dem italienischen Staat stünde es daher gut, endlich auch die Begnadigung der Südtiroler Freiheitskämpfer als Akt der Menschlichkeit zu verfügen. Es wäre längst an der Zeit, dass Italien hinsichtlich all jener verbliebenen BAS-Leute, die schon seit mehr als 50 Jahren außerhalb ihrer Heimat zubringen müssen, fortgeschrittenen Alters sind und für niemanden eine Gefahr darstellen, einen sauberen Schlussstrich zieht. Schluss mit Diskreditierung und Exil der Freiheitskämpfer!

 

Ausstellung zum Befreiungsausschuss Südtirol

Auf der Netzseite https://bas.tirol/ findet man eine Beschreibung zu einer Ausstellung zum Befreiungsausschuss Südtirol (BAS).

BAS – Opfer für die Freiheit, so der Titel der Ausstellung. Diese Ausstellung unter den Bozner Lauben gibt einen guten Einblick in die Situation Südtirols in den 1960er Jahren. Sie zeigt eindrucksvoll auf, warum es zur Kundgebung von Sigmundskron, zur Feuernacht und zu den weiteren Anschlägen bis Ende der 60er Jahre kam, wie die Widerstandsgruppen vorgingen und wie der Staat reagierte, vor allem aber auch, mit welch großen Opfern eine Verbesserung der politischen Situation in Südtirol verbunden war.

 

Diese Jahre des Höhepunktes des „Südtirol-Konflikts“ sind derart vielschichtig, dass vor allem im Vordergrund steht, das Interesse an den damaligen Vorgängen – die wesentlich für den Weg zur Freiheit für Südtirol waren – zu wecken.

Im Mittelpunkt stehen daher jene Personen, die ein „Opfer für die Freiheit“ zu bringen bereit waren, die Aktivisten und Sympathisanten des „Befreiungsausschusses Südtirol“ (BAS). Es muss aber auch all jener Personen gedacht werden, die selbst Opfer in den Jahren des „Südtirol-Konfliktes“ wurden.

 

Der „Südtirol-Konflikt“ hat seinen Ursprung in der Besetzung Südtirols durch Italien nach dem Ersten Weltkrieg im November 1918 und der faschistischen Machtübernahme in Italien im Jahr 1922. Die Maßnahmen der faschistischen Regierung unter Benito Mussolini zur Italianisierung Südtirols und zur „Majorisierung“ (Veränderung der Bevölkerungsmehrheit) durch die vom Staat geförderte Massenzuwanderung von Italienern aus dem Süden brachte die deutschsprachige Südtiroler Bevölkerung in arge Bedrängnis.

 

Ein Besuch der Ausstellung und nicht nur einer lohnt sich sehr. Z. Zt. wird die Ausstellung erweitert, denn das obere Stockwerk im Ausstellungsgebäude konnte dazugewonnen werden, so dass alle die im Freiheitskampf Erwähnung finden sollten, dort auch genannt werden können. Die Ausstellung wurde angedacht, da von ital. Seite gerade diese wichtige Thematik in die Spalte Terrorismus gestellt und der Einsatz der Südtiroler für Recht und Freiheit ins Lächerliche gezogen wird. Alles Südtirolerische wird torpediert und so soll mit der Ausstellung die Wahrheit auch der Jugend nahegebracht werden, die so erfahren, welche Opfer für Südtirol schon gebracht wurden. Das junge Volk ist sehr an dieser Ausstellung interessiert.

 

Eine Südtiroler Zeitzeugin berichtet

Ziel ist es, der breiten Öffentlichkeit ein Tabuthema bekannt zu machen, nämlich die 1960er Jahre und das immense Leid, das die Familien der Freiheitskämpfer und diese selbst erleiden mussten. Ihr Einsatz für Südtirol wurde von italienischer Seite aufs schärfste und mit allen Mitteln bekämpft. 30.000 Soldaten hielten sich zur Zeit der 1960er Jahre in Südtirol auf um alles dem Erdboden platt zu machen, was mit Südtirol zu tun hat.

 

„Ich war damals ein Schulmädchen, als der Geheimdienst des Öfteren bei uns in St. Pauls um 4 Uhr morgens eine „Hausdurchsuchung“ vornahm und die gesamte Wohnung kurz und klein schlug. Bis mein Vater die Fotos in die Zeitung stellte, da sind sie dann moderater vorgegangen. Von der letzten Gabel bis zum letzten Spielzeug und wir hatten damals sehr wertvolle Spielsachen, wurde alles zerstört. Unsere Puppen und Teddys, Puppenwägen und Matratzen, ausnahmslos alles.

 

Wir mussten unter gezielten Gewehrkolben stundenlang mit nackten Füssen auf Steinplatten stehen, 5 kleine Kinder. Wir mussten mitansehen, wie sie unsere Eltern auf den Boden drückten und das Gewehr an die Schläfe setzten. Wir durften nur unter Gewehraufsicht auf die Toilette, wir wurden bedroht und beschimpft, während einige Soldaten die auf dem Schrank stehenden Nikolaussäckchen ratzeputz aufaßen, und die Buben weinten, weil es ihre waren. Wir mussten mitansehen, wie sie unseren Vater in Ketten legten und schon wieder abführten. Interessanterweise sind alle Dokumente seiner mehrmaligen Verhaftung und x Verhöre verschwunden. Sie liegen nicht in Rom und auch nicht in Wien, also liegen sie wohl bei der CIA in Washington.

 

In ganz Italien wurden die Südtiroler Freiheitskämpfer als Terroristen angeprangert. Die nach Südtirol geholten Süditaliener, meist von der Straße weg aufgelesen, erhielten bei uns ein Haus, einen Job und alles was sie sonst so brauchen. Es sind viele Tausende gekommen. Das gilt zum Teil auch heute noch, denn Immobilien werden zum Großteil von Italienern gekauft, wo man genau weiß, dass sie diesen Betrag aus eigener Kraft niemals schultern können.

 

Ich ärgere mich immer, wenn Südtiroler Historiker, wo man genau weiß, welcher Nähe sie zugetan sind, schreiben, dass die Feuernacht ein Schaden für Südtirol war. Es war ein Hilfeschrei, um der Welt zu zeigen, mit welch faschistischen Methoden die Italiener in Südtirol vorgegangen sind.  Am 8. Mai 1945 war Kriegsende und am 8. Mai 1945 war die Gründung der Südtiroler Volkspartei (SVP). Irgendwie liegt ein Knackpunkt in diesem Datum, denn in der Politik geschieht nichts zufällig. Vom ersten Obmann bis heute, gibt es solche, die aus persönlichen wirtschaftlichen Gründen Südtirol liebedienerisch dem Feind ausgesetzt haben.

 

Die BAS Ausstellung verdient großen Respekt und Hochachtung und ich wünsche mir ein breites Publikum, damit die Südtirol Geschichte vielleicht eines Tages wirklich Geschichte ist und wir wieder Teil der verlorenen Heimat sind.

E.W.“

 

Die oben erwähnte Erweiterung der Ausstellung wird auch das Schicksal des Vaters unserer Zeitzeugin E.W. darstellen und würdigen, da sein früher Tod im Alter von nur 39 Jahren bei Matrei am Brenner durch einen fingierten Unfall bis heute ungeklärt ist.

 

Auf jeden Fall ist diese Ausstellung auch bereits in der jetzt bestehenden Form, eine Geschichts- und Gedenkstätte für all die Opfer, die die Südtiroler mit ihren Familien bringen mussten, um ihren Freiheitskampf ungebrochen zu führen.

 

Freiheitskampf ist in Südtirol fast Tradition

Andreas Hofer, der große Freiheitsheld der Tiroler im Kampf gegen Napoleon, er war kein normaler Partisan oder Guerillakämpfer, er war der reguläre Anführer des Tiroler Heimatschutzes im Range eines Landeshauptmanns. Die österreichischen Kaiser hatten denn Tirolern nämlich einige Sonderrechte eingeräumt, dafür mussten sie im Heimatschutz, ganz regulär, die Grenzen Tirols selbstständig verteidigen. Aus dieser Tradition heraus, haben die Schützenvereine bis heute in Tirol eine starke gesellschaftliche Stellung. Was sowohl den Gutmenschen als auch den Italienern heute nicht unbedingt gefällt. Das wohl berühmteste Regiment der alten österreichischen Armee wiederum bestand auch fast nur auf Bürgern von Tirol, die Tiroler Kaiserjäger. Sie nahmen an allen Feldzügen der alten KuK-Donaumonarchie mit großem Erfolg teil und haben so etwas mit dem kaiserlichen Heer des Deutschen Reiches im ersten Weltkrieg gemeinsam, sie wurden im Felde nie besiegt! (HK)

 

Die Tiroler, ein Germanischer Stamm!

Noch einiges interessantes über die Herkunft der Tiroler! Mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit sind die heutigen Bürger Tirols direkte Nachkommen der Goten.

Als das Gotenreich in Italien im fünften Jahrhundert von den Oströmern vernichtet wurde, schafften diese es nicht die nördlichste Gaugrafschaft der Goten, eben Tirol, einzunehmen. Dort oben in den Bergen versagten die Römer kläglich, damit blieb Tirol frei. Die heutige Bevölkerung dürfte eine homogene Mischung aus Goten und Rätoromanen sein. Wobei diese Rätoromanen nichts mit Rom zu tun haben. Diese stellen die eigentliche Urbevölkerung der Alpen und waren mit den Kelten verwandt. Auch der berühmte „Ötzi" war vermutlich Rätoromane.

 

Interessant ist auch der Name Tirol, dieser ist eindeutig Germanisch! Es ist ein Zusammenzug der Begriffe „Tyr" und „Odal". Tyr, der alte Kriegsgott der Germanen / Goten, der gerade hier von den Bergbewohnern noch lange verehrt wurde. Tyr war zwar ein gerechter Gott, aber er schlug auch eine recht „grobe Kelle", wenn man ihn zu sehr reizte. Der Begriff Odal wiederrum steht im Germanischen Erbrecht für „ein alleiniges und unteilbares Erbe". Noch im späteren Deutschen Reich gab es den Begriff „Allodialgüter" für ein nicht teilbares Erbe. Somit bedeutet der Name Tirol höchstwahrscheinlich „das Land des Gottes Tyr", was wiederum den Katholiken nicht gefallen dürfte. (HK)

 

JKS / Terra-Kurier / März 2020