Gedanken zu Organspenden

 

Aufgrund der aktuellen, öffentlichen Diskussion ist es erforderlich, einmal grundsätzliche Gedanken zum Thema Organspenden anzustellen.

 

Viele Menschen haben heute bereits einen Organspender-Ausweis, auch wenn nicht jeder davon sich tatsächlich mit dem Gedanken anfreunden kann, nach seinem Tod erneut auf einem OP-Tisch zu landen und dort auf verwertbare Teile überprüft zu werden. Die Rettung von Menschenleben, die Rettung eines Anderen, hat dabei für diese Organspendenbefürworter oberste Priorität. Doch stehen Sinn und Nutzen dabei wirklich außer Frage? Ist die vermeintliche Rettung eines Menschenlebens hier bedingungslos der Unversehrtheit des eigenen, wenn auch toten, Körpers zu bevorzugen?

 

Der Bedarf an Spenderorganen ist weit höher als das Angebot. Entsprechende Patienten warten jahrelang auf Ersatzorgane. Nicht selten versterben die Betroffenen, bevor das passende Organ gefunden ist. Somit sind Organspende-Organisationen daran interessiert, bestehende Regelungen neu zu fassen, um so eine höhere Anzahl von zu transplantierenden Organen zu erhalten.

 

Bisher war dies relativ eindeutig im Transplantationsgesetz festgelegt. Das Transplantationsgesetz (TPG) regelt seit 1997 in der Bundesrepublik Deutschland die Zulässigkeit von Organspenden, sowohl beim Lebenden als auch beim Verstorbenen. Es gilt die erweiterte Zustimmungslösung, d.h., ohne Zustimmung des Spenders oder der nächsten Familienangehörigen (im Falle des Hirntodes) ist eine Organentnahme nicht zulässig. Mit dem Gewebegesetz vom 20. Juli 2007 ist das Gesetz auch auf menschliches Gewebe anwendbar. Obwohl auch Blut als Organ gilt, ist das Transplantationsgesetz für Blut, Blutbestandteile und Blutprodukte nicht anwendbar. Für diese gilt das Transfusionsgesetz.

 

Der Hirntod muss sicher belegt sein, außerdem muss eine Zustimmung zur Organentnahme vorliegen. Gibt es keinerlei schriftliche Fixierung, müssen die Angehörigen über das weitere Vorgehen entscheiden, was der Verstorbene vermutlich gewünscht hätte. Der Hirntod ist eine in der Medizin verwendete Todesdefinition bei Menschen, deren Kreislauf mit künstlichen Mitteln aufrechterhalten wird. Der Begriff bezeichnet das irreversible Ende aller Hirnfunktionen aufgrund von weiträumig absterbenden Nervenzellen. Mit Feststellung des Hirntodes ist naturwissenschaftlich-medizinisch der Tod des Menschen festgestellt. Dem Gesetzestext nach dürfen also nur in derartigen Fällen dem für Tod erklärten Menschen Organe entnommen werden und dies auch nur wenn dieser noch zuvor zustimmen konnte. In der Praxis ist dies meist so, dass der Patient längere Zeit durch Herz-Lungen-Maschine am Leben erhalten wurde und im Koma lag. Erste Anzeichen einer Stabilisierung erwiesen sich später als trügerisch und die Ärzte stellten dann eben den Hirntod des/der Schwerverletzten fest.

 

Aktuell werden jetzt von den Organspende-Organisationen Vorschläge veröffentlicht, die sich auf eine Spende bereits nach dem Herztod des Spender-Patienten festlegen. Die Mediziner sollen demnach nicht mehr mindestens zwei Minuten warten müssen, um sicherzustellen, dass das Herz nicht spontan wieder zu schlagen beginnt. (ein Defibrillator wird dann also überflüssig!) Außerdem denkt man darüber nach, sich sogar über einen besonderen Patientenschutz hinwegzusetzen. Verfechter sehen in den Neuerungen eine Stärkung des Transplantationssystems und eine noch bessere Gewährleistung der Anliegen von Patienten und Angehörigen. Kritiker allerdings erkennen darin lediglich Augenwischerei, um eine bedrohliche Entwicklung schönzureden. Sie sind überzeugt davon, dass potenzielle Spender künftig eher wie künstlich am Leben gehaltene Gewebebanken behandelt werden und nicht wie schwerkranke, leidende Menschen, für die alles Erdenkliche getan werden muss. Wenn Chirurgen bereits wenige Minuten nach Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen mit der Organentnahme beginnen dürfen, obwohl noch eine, wenn auch vielleicht minimale Restaktivität des Gehirns bestehen kann, ist keine ausgewogene Patientenbehandlung beider Seiten (Spender und Empfänger) nicht mehr gewährleistet. Auch werden damit dem illegalen Organhandel weitere Möglichkeiten geboten.

 

Vorfälle über illegalen Organhandel, wie sie immer wieder durch die Medien gehen, werden dann zum Normalfall und bald redet dann niemand mehr von kriminellen Organspende-Praktiken durch Ärzte.

 

Am 25. Mai 2012 verabschiedeten die Abgeordneten im Bundestag voller Stolz weitreichende Änderungen zum Transplantationsgesetz. Voller Stolz sicherlich nur deshalb, weil man damit rechtzeitig zum eigens ausgerufenen Tag der Organspende (? !!!) eine seit Juli 2010 bestehende EU-Vorgabe endlich umgesetzt hat. Besonders hervorgehoben wurde die sogenannte Entscheidungsregelung, wonach sich künftig jeder Bürger schriftlich und verbindlich erklären muss, ob er / sie im Todesfall zu einer Organspende bereit ist. Dies jährlich wiederkehrend. Setzten sich diese Neuregelungen durch, ist künftig ein Organspendeausweis im herkömmlichen Sinn nicht mehr erforderlich, da man jeden Menschen unabhängig von diesem Ausweis als potentiellen Spender heranziehen will. Diese Spendebereitschaft soll dann künftig auch auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden. Die Information steht dann in Notfallsituationen Ärzten und Sanitätern sofort zur Verfügung. Zu hoffen bleibt dabei, dass ein NEIN zur Organspendenbereitschaft dann auch tatsächlich akzeptiert wird. Denn Niemand darf zu einer Entscheidung gezwungen werden. Organspende muss ein Akt der Selbstbestimmung sein.

 

Die Frage nach dem zu definierenden Todeszeitpunkt ist somit alles entscheidend. Beim festgestellten / festgesetzten Hirntod wurden die Organe zuvor künstlich am Leben gehalten, der Körper war also eigentlich längst tot. Beim Herzstillstand lebt in der Regel noch das Gehirn, stirbt aber bereits nach kurzer Zeit gemeinsam mit allen Organen. Organe eines toten Menschen können aber nicht verpflanzt werden. Somit ist die Definition ob Hirn- oder Herztod eigentlich egal, denn entnommen wird immer am so oder so noch lebenden Menschen.

 

Künftig wird es also Menschen geben, die nicht an einer Krankheit oder nach einem Unfall, sondern an einer willkürlich festgesetzten Todes-Definition sterben.

Überhaupt scheint man bei der Diskussion zum Thema immer nur den Focus auf den Organempfänger und sein beklagenswertes Schicksal zu lenken, der Organspender wird von vornherein als „Toter“ abgetan, dem nicht mehr zu helfen ist. Man suggeriert damit der Öffentlichkeit, dass weltweit Einigkeit über den Todeszeitpunkt eines Menschen herrscht. Doch dem ist nicht so.

 

In einem Land tot – im anderen lebendig. Stellvertretend für viele, denen es ähnlich ergangen ist, soll hier der Fall von Dr. Karl-Heinz Pantke, dem Vorsitzenden des Vereins LIS (Locked-in Syndrom), vorgestellt werden. Dr. Pantke erlitt ein sogenanntes Locked-in-Syndrom, bei dem ein Mensch bei vollem Bewusstsein, aber fast vollständig gelähmt und unfähig ist, sich sprachlich oder durch Bewegungen verständlich zu machen. Nach einem Stamm-Hirn-Infarkt war er nach britischer Definition tot, nach deutscher nicht. Solche Beispiele beweisen, dass Organe nicht nur verstorbenen Menschen entnommen werden.

 

Der Schlüssel zur Feststellung des Hirntodes ist die Hirntoddiagnostik. Die wichtigsten Voraussetzungen sind zwei klinische Untersuchungen, zwischen denen mindestens zwölf Stunden liegen müssen. Unglaublich, aber wahr: Dazu gehören Tests, die den Patienten umbringen können. Zu einer diesbezüglichen, klinischen Untersuchung gehören Reize mit Instrumenten, das Setzen von Schmerzreizen, indem der Untersuchende mit einer Nadel in die Nasenscheidewand sticht und indem vier Grad kaltes Wasser in die Ohren gespült wird. Es leuchtet wohl ein, dass solche „Reize“ einem Intensivpatienten kaum gut tun und ihn weiter destabilisieren, erst recht, wenn die Prozeduren zwei bis drei Mal durchgeführt werden. Vier Grad kaltes Wasser im Gehörgang ist nämlich ein sehr interessanter „Test“. Für das Gehirn ist das das Signal, dass der Mensch in eiskaltes Wasser gefallen ist – denn sonst würde ja nicht der Gehörgang volllaufen. Da dies häufig mit dem Verlust des Gleichgewichtssinns und der Orientierung einhergeht, ist dies ein Schock für das Gehirn. Dabei können Menschen mit Vorerkrankungen „bösartige Herzrhythmusstörungen“ erleiden. Und um einen vorgeschädigten Menschen handelt es sich ja bei einem Verunglückten, potentiellen Organspender. Sehr wahrscheinlich kann durch das Wasser im Gehörgang auch der so genannte „Tauchreflex“ ausgelöst werden, denn natürlich ist ein wassergefüllter Gehörgang Anzeiger für das Untertauchen. Beim Tauchreflex wird durch eine Stimulation des Parasympathikus die Atmung zum Stillstand gebracht, der Herzschlag verlangsamt und der Blutkreislauf zentralisiert. Doch ist das noch gar nichts. Das eigentlich Interessante ist der „Apnoe-Test“, der im Zusammenhang mit dem als Folter bekannten „Waterboarding“ das Ertrinkungserlebnis perfekt macht. Also eine Art „Waterboarding“ für schwerverletzte Intensivpatienten. Kurz: Man „testet“ eben mal, ob der Patient auch ohne künstliche Beatmung weiteratmet. Dabei wird dem hirnverletzten Patienten die künstliche Beatmung für bis zu zehn Minuten entzogen, um feststellen zu können, ob er selbstständig zu atmen beginnt. Diese Untersuchung beeinträchtigt nach Aussage von Ärzten eindeutig die mögliche Erholung eines hirnverletzten Patienten und kann sogar den Tod des Patienten hervorrufen. Bekanntlich erleidet das Gehirn schon nach wenigen Minuten ohne Sauerstoff irreparable Schäden. Wenn man nun bis zu zehn Minuten wartet, ob nach dem Aussetzen der künstlichen Beatmung eine Spontanatmung einsetzt, heißt das, dass man das Gehirn in voller Absicht absterben lässt. Bei einem Patienten, dem man dreimal hintereinander bis zu zehn Minuten die Luft entzogen hat, kann man dann natürlich leicht einen „Hirntod“ diagnostizieren. Welches Wort, liebe Leser, fällt ihnen jetzt ein? Ja genau: MORD!

 

Wird das Gehirn dadurch nicht geschädigt, weil zum Beispiel die Atmung doch rechtzeitig einsetzt, fehlt damit unter Umständen eine weitere wichtige Lizenz zum Morden, nämlich die „Nulllinie“ auf dem Elektroenzephalogramm (EEG) - also sozusagen der Beleg, dass das Gehirn nicht mehr arbeitet. Neben den oben genannten Untersuchungen ist nämlich vor allem das Elektroenzephalogramm – die Aufzeichnung der Hirnströme – die Lizenz zum Ausschlachten des Patienten. Das EEG ist zum Beispiel vorgeschrieben, wenn zwischen den beschriebenen klinischen Tests weniger als zwölf Stunden liegen. Aber natürlich kann ein EEG auch unabhängig davon zum Beweis des Hirntodes abgenommen und herangezogen werden. Können die Ärzte im Rahmen der oben dargestellten Torturen oder danach ein EEG mit Nulllinie vorweisen, müssen sie im Wesentlichen nur noch die Angehörigen überreden, der Organentnahme zuzustimmen. Meistens ist es ziemlich leicht, die unter Schock stehenden Hinterbliebenen zu „überzeugen“ und mit moralischen Argumenten unter Druck zu setzen. Wobei es natürlich in diesem Moment noch heißen muss: „Die mutmaßlichen Hinterbliebenen“. Das Spannende ist auch, dass immer wieder EEGs aus den Akten verschwinden. Somit kann hinterher zwar spekuliert, aber nichts bewiesen werden. Fehlten auf dem EEG die Nulllinien, dann muss dieses Protokoll aus dem Weg. Ohne ordentlichen Nachweis des „Hirntodes“ ist der Mensch nicht einmal nach der umstrittenen Definition tot. Getötet wird er dann erst durch die folgende Organentnahme. Der Organismus stirbt während der Operation (Explantation) im Rahmen der Kochsalzdurchspülung des Kreislaufsystems ab. Somit kann man zu keinen anderen Ergebnis kommen: Organentnahme ist Mord! Und zwar, weil 60 Prozent der angeblich Hirntoten wieder zu Bewusstsein kommen könnten, wenn die Ärzte das Leben des Patienten und nicht das des Organempfängers im Auge hätten.

 

Im Artikel 1 des Grundgesetzes verpflichtet sich die Bundesrepublik Deutschland zum Schutz seiner Bürger. Wie dieser Schutzauftrag heute verstanden wird, sehen wir daran, dass Menschen faktisch bis zur Geburt rechtlos sind und straffrei getötet werden können. Das im Mai beschlossenen Gesetz sieht keine wissenschaftliche Klärung der Todesdefinition vor. Der Gesetzgeber nimmt billigend in Kauf, dass schwerkranke oder schwerverletzte Menschen durch eine Organentnahme getötet werden.

Wie ist es möglich, dass in Deutschland Gesetze beschlossen werden, die das Töten ungeborener und geborener Menschen straffrei erlauben?
Wie ist es möglich, dass man in Deutschland medizinische Eingriffe gestattet, welche die Tötung geborener Menschen zumindest billigend in Kauf nehmen?

Ernsthaft über Organspende nachzudenken lohnt erst dann, wenn zweifelsfrei geklärt ist, wann ein Mensch wirklich gestorben ist!

 

Sind Ärzte und medizinisches Personal selbst bereit Organe zu spenden?

Wozu eine teure Organtransplantation über sich ergehen lassen, wenn dies nur wenige Jahre das Leben verlängert?

 

Fragt man medizinisches Fachpersonal, Ärzte oder gar Transplantationschirurgen selbst ob sie Organspender sind, so wird man von 99% der Befragten hören, dass sie Organspende ablehnen. Dies aus dem einfachen Grund heraus, dass der Organempfänger nach erfolgter Transplantation keineswegs vollständig gesund und beschwerdefrei ist. So muss er für den Rest seines Lebens, welches auch dann nur noch wenige Jahre beträgt, Medikamente einnehmen, die sein Immunsystem künstlich nahezu völlig stilllegen, um das Abstoßen des transplantierten Organs als Fremdkörper zu unterdrücken. Auch nicht wenige Patienten, die so mehr oder weniger erfolgreich ein neues Organ erhalten haben, würden eine zweite Operation nicht über sich ergehen lassen und hätten bereits die erste abgelehnt, wenn man sie zuvor vollständig und ohne Umschweife wahrheitsgemäß über ein Leben danach informiert hätte. So verbleiben diesen Menschen wie gesagt meist nur wenige, bedauernswerte Jahre nach der Transplantation, da sie an der trotz der Medikamente vorhandenen Reaktion des Immunsystems versterben. Somit kann eine Transplantation nur als patienten- /menschenunwürdig angesehen werden. Aber eine Transplantation bringt den Ärzten und den Kliniken viel Geld in die Kassen und die Pharmaindustrie verdient kräftig auch noch mit – vor, während und nach der Operation.

 

Jeder Krankenhauspatient der so wie geschildert menschenunwürdig auf eine Organspende wartet, sollte diese unnütze Wartezeit lieber dazu verwenden, sein Leben bzw. seinen Nachlass zu regeln und sich im restlichen, noch kurzen Leben mit möglichst schönen Dingen beschäftigen. Krankenhausaufenthalte und das Warten auf Organspende machen zusätzlich depressiv und lassen die Patienten noch weiter – auch seelisch - erkranken.

 

Betrachtet man das Thema so kontrovers wie hier in diesem Artikel bleibt bei gesundem Menschenverstand nur ein NEIN zu Organspenden. Es ist überhaupt keine Frage, dass ein kranker Mensch jede Solidarität und jede mögliche Hilfe braucht, doch endet sein Anspruch an unserer Haut! Jeder der seine Bereitschaft zu Organverpflanzungen erklärt, handelt nicht human und willigt ein, dass andere mit seinem Körper Geld quasi aus dem Nichts scheffeln. Er ist im Grunde damit einverstanden, dass man ihn zum Schlachtvieh degradiert.

 

Auch trägt jeder Befürworter von Organspenden dazu bei, dass darüber hinaus weltweit noch ein illegaler Organhandel betrieben wird. Denn gäbe es keine Organspenden, wäre auch der illegale Organhandel nicht mehr so einfach möglich.

 

Statt darüber nachzudenken wie man noch mehr Menschen zur Organspende überreden kann, sollte die entsprechenden Organisationen alles daran setzen um die Forschung zur Schaffung künstlicher Organe zu forcieren. Wobei künstliche Organe auch tatsächlich künstlich / synthetisch sein müssen und nicht aus der Züchtung von sogenannten Stammzellen zu gewinnen sind. Da Embryonale Stammzellen nach Befruchtung der Eizelle im Embryo-Entwicklungsstadium aus der inneren Zellmasse gewonnen werden, sind diese Experimente moralisch und humanitär noch verwerflicher als Organentnahmen am für Tod erklärten Menschen.

 

Wurden hier bisher zwar ablehnende Gründe zur Organspende zusammengetragen, so wurde dennoch ein wichtiger Ablehnungsgrund bisher nicht behandelt. - Ist es nicht auch eine Frage des Blutes, Organspenden abzulehnen?

 

Auch wenn es heute als politisch unkorrekt gilt, aber genauso wie bei Tieren gibt es auch bei uns Menschen unterschiedliche Rassen und demzufolge auch unterschiedliche Rassemerkmale, die sich im Körper des einzelnen Menschen vererben. Tiere ordnet man ihren äußeren Merkmalen, ihren Eigenarten und ihrer Herkunft nach in Rassen ein. Da der Mensch aber keine besondere Spezies des Planeten Terra ist, gilt dies genauso für ihn. Es ist unumstritten, dass sich auf den verschiedenen Kontinenten auch bei den Menschen unterschiedliche Merkmale herausgebildet haben. Wissenschaftler im 19. und 20. Jahrhundert sprachen dabei von großrassischen Merkmalen. Auch kam es in der Vergangenheit nur in Ausnahmefällen zu nennenswerten Vermischungen zwischen diesen Großrassen. Dadurch konnten sich unabhängig voneinander Kultur, Sprache, Weltsicht, Religion und Gemeinschaft entwickeln. Diese Unterschiede sind es erst, die die kulturelle Vielfalt der Menschen auf unserem wunderbaren Planeten Terra ausmachen. Unterschiede, die aber auch nur aufgrund der räumlichen Trennung voneinander möglich waren. Unterschiede, die man durch die Vermischung des Blutes und durch den Organaustausch aufheben würde. Auf dem Weg zur totalen Globalisierung ist den entsprechenden Kreisen jedes Mittel recht. Eines davon ist auch die Verunreinigung des Blutes durch Organtransplantation.

 

In der Genetik (Vererbungslehre) steckt das Potential zur Höher- und Weiterentwicklung eines Volkes. Doch dieses Bewusstsein wurde durch die Globalisierer systematisch aus unseren Köpfen verdrängt. Andere Völker haben sich noch ihr eigenes Bewusstsein erhalten. In Japan ist es durchaus üblich, dass man sich seinen zukünftigen Lebenspartner nach dessen Blutgruppe aussucht. Die Blutgruppe gilt da als aussagekräftig über den Charakter und das Wesen eines Menschen. So ist es dort auch in international agierenden Großkonzernen nicht unüblich, vor Einstellung einen Nachweis über die Blutgruppe einreichen zu müssen. Durch moderne Wissenschaft gesichert ist z. B. auch, dass der überwiegende Teil des menschlichen Charakters (also auch typisch männliche oder typisch weibliche Züge) auf den Erbinformationen im Blut beruht und demzufolge also vererbt ist.

 

Den „Gutmenschen“ in unserem Lande sträuben sich bei so viel „Blut- und Rassenideologie“ wahrscheinlich mal wieder sämtliche Nackenhaare, dennoch ist es ein wichtiger Aspekt, der beim Thema Organspende nicht außer Acht gelassen werden darf. Auch gilt es die Frage zu stellen: Wozu eine leidvolle, teure und im Ergebnis sinnlose Organtransplantation über sich ergehen lassen, wenn die Seele unsterblich ist und man als Mensch immer wiedergeboren wird? Schon allein das in dieser Frage vorhandene, sichere Glaubensbekenntnis gilt als ein Merkmal unseres Volkes und ist unseren Gegnern, die unser ungezügeltes, nordisches Blut mischen wollen, ein Dorn im Auge.

 

JKS - Terra-Kurier / 24.10.2011 – 18.06.2012

 

 

 

Ergänzung aus Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article137768575/Sind-hirntote-Organspender-wirklich-schon-tot.html

24.02.2015

 

Sind hirntote Organspender wirklich schon tot?

Heftig streitet der Ethikrat darüber, ob hirntote Patienten bei der Entnahme von Lunge oder Herz noch leben. Auch beklagt das Gremium mangelnde Information der Bürger über Grundfragen der Organspende. Von Matthias Kamann

Die Schwangere ist hirntot. Aber das Baby in ihrem Bauch kann heranwachsen und gesund zur Welt kommen. Auch Wundheilung und Immunabwehr gibt es bei Hirntoten.

 

Dabei ist das gesamte Gehirn bis hinunter zu dessen Stamm unumkehrbar ausgefallen. Die Funktionen des Organismus werden nur noch durch Intensivmedizin aufrechterhalten. Doch irgendwas ist tätig im Körper. Wie eine Leiche wirkt er nicht. Aber warum darf man dann Leber oder Lunge herausschneiden, um sie als Spenderorgane anderen Menschen einzusetzen?

Es ist eine verstörende Frage, mit der sich der Deutsche Ethikrat in seiner Stellungnahme "Hirntod und Entscheidung zur Organspende" befasst, die am Dienstag veröffentlicht wurde: Sind Hirntote Tote?

Ist es also bei Vorliegen einer Organspende-Erklärung oder nach Zustimmung der Angehörigen wirklich ohne weiteres möglich, den an Apparate angeschlossenen Hirntoten lebenswichtige Organe zu entnehmen? Tief gespalten ist hierbei das unabhängige Beratergremium. Heftiger Streit prägt die 189 Seiten der Stellungnahme.

 

Minderheit sieht "Lebendigkeit"
Sieben der 26 Mediziner und Philosophen, Theologen und Juristen sind der Ansicht, dass "der Hirntod keine hinreichende Bedingung für den Tod des Menschen" sei. Zu dieser Minderheitengruppe gehören die Ethikrat-Vorsitzende Christiane Woopen (Link: http://www.welt.de/136755771) , ihr Stellvertreter Peter Dabrock sowie der frühere Vorsitzende und ehemalige Bundesjustizminister Edzard Schmidt-Jortzig. Hirntote, so argumentiert diese Gruppe, seien biologisch nicht per se tot.

Auf den Intensivstationen, wo die Hirntoten zur Funktionserhaltung ihrer Organe bis zur Entnahme unter anderem beatmet werden, befänden sie sich in einem "dritten Stadium minimalster Lebendigkeit" zwischen Leben und Tod. Lebendigkeit nämlich hänge nicht vollständig von der Funktionsfähigkeit des Gehirns ab.

Denn das Gehirn sei "keine unersetzliche Integrations- und Koordinationsstelle des Organismus". Vielmehr sei der Organismus "charakterisiert durch ein komplexes Zusammenspiel von Organsystemen", der auch bei vollständigem Gehirn-Ausfall nicht einfach vorbei sei. Man könne "kaum bestreiten", so schreibt diese Gruppe, "dass der Körper eines Patienten mit völligem Hirnversagen immer noch lebendig sein kann, zumindest in einigen Fällen".

 

Heftig widersprechen 18 andere Mitglieder. Zu ihnen gehört neben den beiden anderen Vizevorsitzenden Wolf-Michael Catenhusen und Jochen Taupitz auch der Transplantationsmediziner Eckhard Nagel.

 

Diese Fraktion unterstützt die gegenwärtige Rechtslage, laut der ein Hirntod, der in Deutschland vor der Organentnahme von zwei unabhängigen Ärzten diagnostiziert (Link: http://www.welt.de/136263489) werden muss und nicht mit dem Wachkoma (Link: http://www.welt.de/themen/koma/) oder dem Locked-in-Syndrom (Link: http://www.welt.de/themen/locked-in-syndrom/) verwechselt werden darf, ein "sicheres Anzeichen für den Tod des Menschen" sei. Zwar meint auch diese Gruppe nicht, dass der Hirntod "der Tod eines Menschen ist", wohl aber, dass der Hirntod "den Tod des Menschen indiziert".

 

Denn mit dem vollständigen Funktionsverlust des Gehirns gehe "die leib-seelische Einheit" eines Organismus verloren, "die für Lebende charakteristisch" sei. Bei Hirntoten gebe es nicht mehr "das integrative Prinzip, das die Einheit des Organismus gewährleistet". Daher könne vom Körper des Hirntoten "nicht mehr als einem lebendigen Menschen gesprochen werden, auch wenn in diesem Körper aufgrund der intensivmedizinischen Maßnahmen noch isolierte biologische Aktivitäten möglich sind".

 

Organspende auch bei Lebenden?
Zwar sind sich beide Fraktionen einig, dass für die Organentnahme der Hirntod ein "notwendiges" Kriterium sei, also ohne seine Diagnostizierung nichts geschehen dürfe. Daher lehnt es der Ethikrat ab, als Kriterium statt des Hirntods einen längeren Herzstillstand (Link: http://www.welt.de/themen/herz/) zu wählen. Und Übereinstimmung gibt es auch darin, dass Organspenden unverzichtbare Bestandteile der modernen Medizin sind, die Menschenleben retten.

 

Doch wegen der Meinungsunterschiede über den Status der Hirntoten herrscht dann wieder tiefer Dissens in der Frage, wie die Organspenden gesetzlich geregelt werden sollen. Die Minderheitsfraktion, die das Hirntod-Kriterium ablehnt, rät zum Abschied von der in Deutschland geltenden "Dead-Donor-Rule". Nach ihr dürfen Organe nur Toten entnommen werden.

 

Weil aber Hirntote nach Ansicht jener Gruppe nicht schon als Tote gelten können, müsse man bei ihnen die Organspende anhand anderer Grundsätze erlauben. Das sei möglich. Denn Hirntote, die übrigens kein Schmerzempfinden mehr haben, befänden sich in einem Stadium, in dem es für eine medizinische Weiterbehandlung keinerlei Indikation mehr gebe. Man müsse sie sterben lassen.

 

Faktisch Tötung auf Verlangen
Entfalle somit aber jede Lebenserhaltungspflicht, gewinne im Sterbeprozess "der Wille des betroffenen Patienten eine entscheidende Bedeutung". Dessen "Entscheidung, sein Leben nicht nur durch Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen, sondern mit einem Akt der Organspende zu beenden, kann und sollte respektiert werden".

 

Denn das Motiv, die Lebensrettung für Organ-Empfänger, sei "hochrangig". Somit wäre die Einwilligung in die Organentnahme eine besondere Form der Patientenverfügung (Link: http://www.welt.de/themen/patientenverfuegung/) für den Sterbeprozess nach Eintreten des Hirntodes.

 

Allerdings würde dann die Organentnahme bei einem Hirntoten, den diese Gruppe ja für nicht definitiv tot hält, rechtlich als Tötungsakt gelten. Genauer, wegen der Organspende-Erklärung, als Tötung auf Verlangen (Link: http://www.welt.de/themen/sterbehilfe/) . Die Tötung auf Verlangen aber ist in Deutschland eine Straftat. Deshalb empfiehlt diese Gruppe, den betreffenden Strafgesetzparagrafen 216 so zu ändern, dass die Organentnahme bei Hirntoten nicht mehr darunter fällt, sofern sie "dem ausdrücklichen oder mutmaßlichen Willen des Betroffenen entspricht".

 

Was dürfen Eltern entscheiden?
Das solle auch bei hirntoten Kindern möglich sein. Deren Eltern sollten das Recht haben zu entscheiden, dass Organe entnommen werden dürfen, obwohl nach Ansicht jener Gruppe diese hirntoten Kinder noch gar nicht biologisch tot sind.

Vehement lehnt all dies die Mehrheitsfraktion ab. Man könne nicht einerseits Hirntote für nicht tot erklären, ihnen aber andererseits die Organe entnehmen. Wer Hirntote für nicht tot halte, müsse sie als lebend ansehen und dann auch anerkennen, dass Lebende nicht umgebracht werden dürfen, argumentiert diese Gruppe: "Ein Lebender darf unter keinen Umständen, auch nicht als Sterbender, aus fremdnützigen Gründen getötet werden."

 

Töten dürfe man Lebende auch nicht auf deren Wunsch hin, auch nicht durch die Entnahme von Organen. Und schon gar nicht aufgrund eines bloß mutmaßlichen Willens, wenn es keine Organspende-Erklärung gibt, sondern die Angehörigen Auskunft über die Vorstellungen des Patienten geben müssen.

 

Erst recht, so argumentiert die Mehrheitsfraktion, gelte dies bei Kindern. Deren Leben, wenn es trotz Hirntod noch für vorhanden gehalten wird, dürfe auch bei Zustimmung der Eltern keinesfalls um einer Organspende willen beendet werden.

 

Warnung vor überfüllten Intensivstationen
Hinzu komme ein ganz anderes Problem. Wenn Hirntote für nicht tot gehalten würden, dann wäre es möglich, per Patientenverfügung zu verlangen, dass dieser Zustand aufrechterhalten wird. Die Gruppe schreibt: "Sind Hirntote lebende Menschen und haben sie somit ein Grundrecht auf Leben, so darf ihnen die medizinisch mögliche Verlängerung dieses Lebens, die sie verlangen, nicht verweigert werden."

 

Dies aber hätte gewaltige Folgen: "Sollten hinreichend viele Patienten von der Möglichkeit dieser Weiterbehandlung Gebrauch machen, würde dies die Intensivmedizin vor kaum lösbare Probleme stellen."

 

Doch ist es nach Ansicht der Mehrheitsfraktion gar nicht nötig, solche Risiken einzugehen. Denn der Hirntod sei ja ein sicheres Zeichen für den tatsächlichen Tod. Und wer nicht dieser Ansicht sei, könne sich jederzeit verweigern. "Jeder Mensch kann, ohne dies begründen zu müssen, durch Erklärung zu Lebzeiten ausschließen, nach dem Hirntod Organspender zu werden."

 

Ungute Gefühle der Bürger
Den Bürgern dürfte eine solche Entscheidung – ob für oder gegen die Organspende – nach dieser Stellungnahme nicht leichter fallen. Aber Entscheidungsvereinfachung ist auch nicht die Aufgabe des Ethikrates. Er soll umgekehrt widerstreitende Argumente zur Sprache bringen.

 

Solche Versprachlichung ist bitter nötig. Denn bei Organspenden existieren in der Bevölkerung große Vorbehalte, die ganz offensichtlich nicht nur mit den 2012 bekannt gewordenen Skandalen zu tun haben. Auch vor 2012 gab es in Deutschland viel zu wenige Spender.

 

Mithin scheinen ungute Gefühle viele Menschen ganz unabhängig von den Vergabeskandalen zu beschleichen. Diese Gefühle versucht der Ethikrat jetzt aus der Tabuzone herauszuholen. Durch offene Kontroverse sowie die Aufforderung, auch sonst darüber zu sprechen.

 

Krankenkassen informieren schlecht
In einhelligen Empfehlungen nämlich spricht sich das Gremium dafür aus, die Bürger intensiver als bisher über die Schwierigkeiten bei dem Thema zu informieren. Einen "nicht unerheblichen Nachbesserungsbedarf" findet der Ethikrat etwa in den Broschüren, die die Krankenkassen seit der Reform des Transplantationsgesetzes an die Versicherten verschicken, um diese im Zuge der sogenannten Entscheidungslösung zur freiwilligen Erklärung über ihre Spendenbereitschaft zu bewegen.

 

In diesen Infomaterialien, fordert der Ethikrat, müssten die Versicherten viel genauer als bisher über den Hirntod aufgeklärt werden. Genauso über den Ablauf der Organentnahme sowie über Widersprüche, die sich zwischen einer Spendenbereitschaft und einer Patientenverfügung zum Verzicht auf intensivmedizinische Maßnahmen ergeben können.

 

In den Kliniken wiederum müssten die Transplantationsbeauftragten als wichtigste Dialogpartner der betroffenen Angehörigen gestärkt werden. Die Bundesländer hätten dabei einheitliche Regeln nicht zuletzt für die Finanzierung zu erlassen.

Außerdem müsse mit den Angehörigen potenzieller Organspender früher, einfühlsamer und ergebnisoffener gesprochen werden. Damit die Menschen mehr Zeit haben, über zumindest einige jener Fragen nachzudenken, die der Ethikrat in seiner Stellungnahme aufwirft.

 

Ende aus Quelle: Die Welt / 24.02.2015

 

 

 

Ergänzung aus Quelle: http://www.pravda-tv.com/2016/01/organtransplantationen-koennen-die-menschliche-psyche-veraendern/  

23.01.2016

 

Organtransplantationen können die menschliche Psyche verändern

 

Das erhöhte Infektions- und Krebsrisiko durch die nach einer Transplantation erforderliche Immunsuppression beim Organempfänger ist bekannt. Weit weniger bekannt und schwerer zu klären ist die Frage, ob bei Transplantationen zusammen mit dem Organ auch ein Teil der Seele zum Empfänger überwechseln kann. Diese Möglichkeit wird unter Medizinern noch sehr zögerlich erörtert.

Der amerikanische Kardiologe Dr. Paul Pearsall hat 2002 mehr als 100 herztransplantierte Patienten untersucht, die nach der Transplantation bei sich selbst seelische Veränderungen bemerkt haben.

In einzelnen Fällen zeigt sich das so stark, dass sich die Patienten „wie ein fremder Mensch im eigenen Körper“ fühlen. So äußerte eine Leber-Empfängerin nach der Operation überraschend ihren ersten Wunsch nach einem „großen Bier“ – vor der Operation war sie Alkoholabstinenzlerin.

Richtig befremdend wurde es für diese Empfängerin, dass sie – als passionierte Klassikliebhaberin – jetzt zu Hause am liebsten Rap-Musik hört, sie fühlt sich seitdem „unheimlich“ in ihrem Körper. Ein anderer Transplantationspatient berichtete unter der Bedingung, dass sein Name nicht genannt wird, von seinem Gefühl, durch die Transplantation „seinen Körper an eine fremde Seele übergeben zu haben“ – sein Verhalten, seine Wahrnehmung, sein Denken und seine Wünsche seien anders geworden, es ist, „als ob zwei Seelen in meinem Körper leben“.

Angehörige berichten, wie die Persönlichkeit, der Charakter, die Gewohnheiten und die Vorlieben des Menschen verloren gingen. Der Transplantierte kann weiterleben, scheint jedoch in manchen Fällen nicht mehr wieder zu erkennen zu sein.

 

Dr. Paul Pearsall hat Berichte über diese Fälle systematisch aufgezeichnet und mit der Persönlichkeit des jeweiligen Organspenders verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei manchen der bei Transplantierten neu aufgetretenen Persönlichkeitsmerkmale wirklich um Vorlieben und charakteristische Gewohnheiten der Spender handelt.

Bisher gibt es keine zufriedenstellende Erklärung für diese Erscheinungen. Obwohl sie angesichts der Summe der einzelnen Berichte und Untersuchungen nicht wegzudiskutieren sind, erkennt die Wissenschaft sie noch nicht an und in der Öffentlichkeit sind sie weitgehend unbekannt.

 

Uneinschätzbares Gefahrenpotenzial

Letztendlich wurde das Transplantationswesen trotz dieser schwer einzuschätzenden Konsequenzen auf eine legale gesetzliche Unterlage (das europäische Transplantationsgesetz) gestellt. Es enthält unter anderem die Bedingung, dass Transplantationen ohne finanziellen oder sozialen Druck oder Interessen und aufgrund der unabhängigen und freien Einwilligung des Spenders erfolgen müssen.

In der Realität ist das starke Interesse am eigenen Überleben, insbesondere bei wohlhabenden Patienten, oft mit der Bereitschaft verbunden, jede geforderte Geldsumme für ein Spenderorgan zu zahlen, unabhängig davon, ob das Organ von einem freiwilligen Spender, einem Notleidenden, der durch die Organspende zum Lebensunterhalt für sich und seine Familie beiträgt, oder gar von einem Menschen stammen könnte, der um des Verkaufs seiner Organe willen zum Opfer von Kapitalverbrechen wurde.

 

Akzeptanz von Organ-Transplantation fördert illegalen Organhandel

Durch das Transplantationswesen sind zwar unzählige Menschenleben verlängert worden, doch wurde durch die gesellschaftliche Akzeptanz, ein fremdes Organ in sich zu tragen, dem illegalen Organhandel der Weg bereitet: Durch die steigende Zahl von Transplantationen ist selbst in den westlichen Industriestaaten eine korrekte Registrierung gescheitert, nämlich bei jeder Transplantation die Quelle des Organs zu ermitteln. Folge davon ist, dass der illegale Organhandel und -Raub international floriert.

In asiatischen Ländern wie Japan, China und Korea ist die Transplantation aus Glaubensgründen in der Bevölkerung kaum akzeptiert. Es gibt in China kein offizielles landesweit geführtes Organspender-Register. Die Bevölkerung, geprägt durch die buddhistisch-daoistische Kultur, lehnt in ihrer Mehrzahl das Transplantationswesen ab. Auch heute noch herrscht in China der Glaube vor, dass für das Leben nach dem Tod ein unversehrter Körper erforderlich ist.

 

Gerade in China aber existiert ein hemmungsloser Organraub, bei dem Gewissensgefangenen der dort verfolgten traditionellen buddhistischen Meditationsschule Falun Gong bei lebendigem Leibe alle zu Transplantationszwecken verwendbaren Organe entnommen werden, mit Todesfolge (s. auch: Organspende: Die verschwiegene Wahrheit).

Der Organraub wird größtenteils durch den Organtourismus aufrechterhalten, bei dem überwiegend wohlhabende Patienten, oft aus dem Ausland, die Organe von ausgebeuteten oder gar hingerichteten Opfern aus Entwicklungsländern für sich akzeptieren. Das Problem wird von Regierungen in westlichen Ländern zunehmend erkannt und ihm kann durch finanzielle Hürden seitens der Krankenkassen bei der aufwendigen Nachversorgung ein Riegel vorgeschoben werden.

Im vorigen Jahr wurde zum Beispiel bekannt, dass die Kosten der Nachversorgung in Israel nicht mehr von der Krankenversicherung übernommen werden. In anderen Ländern wird auch diskutiert, den Organtourismus durch die zentrale Registrierung von Organempfängern sichtbar werden zu lassen.

 

Ende aus Quelle: Pravda / 23.01.2016