Terra-Kurier präsentiert:

Nord Stream 2
Ein Dorn im Auge bestimmter US-Kreise!

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Von Achim Kurth

Aktuell Ende Februar 2022 haben wir zwar relativ milde Temperaturen und verzeichnen allgemein mal wieder einen recht milden Winter, doch angesichts der bundesrepublikanischen Lachnummernpolitik werden wir u.U. alle schon bald im kalten sitzen. Unsere beste Bundesregierung aller Zeiten hat sich entschlossen das Projekt Nord Stream 2 zu stoppen. Damit hat der „deep state“ genau das erreicht, was bisher verhindert wurde, von US-Kreisen aber schon immer gewollt war. Versorgungssicherheit im Energiesektor ist damit für Europa nicht mehr gewährleistet. Warme Pullover kaufen ist jetzt die Devise, bevor die vielleicht knapp und teuer werden! Die Bundesrepublik Deutschland bezieht das Gas zu 55 Prozent und Österreich zu 80 Prozent aus Russland. Den US-Amerikanern ist das schon lange ein Dorn im Auge.

Sanktionen gegen Russland, wird das Ganze betitelt. Die Russen haben es gewagt in der Ukraine nach acht Jahren des Stillhaltens dort endlich durchzugreifen und Ordnung zu schaffen.
Nur Präsident Putin ist dem Westen immer einen Schritt voraus und hat längst Verträge mit China unterzeichnet, so dass die vorgeblichen Sanktionen ins Leere laufen.

Putin kommt höchstwahrscheinlich kaum noch in den Schlaf – nicht, weil er jetzt vor dem Westen zittert, sondern weil ihn die Lachkrämpfe über die Dummheit sämtlicher Politclowns innerhalb der „westlichen Wertegemeinschaft“ wach halten!

Die nächste Lachnummer von wegen „harte Sanktionen" mit denen unsere vor Intelligenz strotzenden Politversager Putin in die Knie zwingen wollen. Putin der ja nun in Europa nichts mehr verkaufen darf /soll, ist Europas Hauptlieferant für Brotgetreide. Ohne russisches Korn aber droht uns eine definitive Lebensmittelknappheit!

Betrachten wir aber zunächst die historischen Hintergründe zur Pipeline Nord Stream 2, um später noch einmal auf die aktuelle Situation einzugehen:
Die Nord-Stream, ehemals North European Gas Pipeline, NEGP, auch Ostsee-Pipeline, ist ein System von Unterwasser-Gasleitungen, die von Russland nach Deutschland verlaufen. Die ersten beiden Stränge der Pipeline (Nord-Stream-1) wurden im November 2011 eingeweiht und verlaufen von Wyborg nach Lubmin bei Greifswald. Zwei weitere Röhren sind unter der Bezeichnung Nord Stream 2 in Bau. Sowohl die beiden Nord-Stream-1-Stränge zusammengenommen als auch die beiden Nord Stream 2-Rohre haben nach Angaben von Gazprom jeweils eine nominelle Transportkapazität von 55 Mrd. Nm³ pro Jahr entsprechend etwa 550 TWh/a = 63 GW Heizwert.

Eigentümer und Betreiber der Nord Stream 1 ist die Nord Stream AG, deren Anteile von Gazprom (51 %), Wintershall, E.ON, Gasunie und Engie gehalten werden. Eigentümer der Nord Stream 2 ist die Nord Stream 2 AG, die vollständig zum mehrheitlich staatlichen russischen Gazprom-Konzern gehört.

Laut einer Pressemitteilung der Nord Stream AG wurden im Jahr 2018 58,8 Milliarden Kubikmeter Gas durch die beiden Röhren der Nord Stream 1-Pipeline zur EU transportiert. 2019 waren es 58,5 und 2020 59,2 Milliarden Kubikmeter.
Der Vorschlag, eine Pipeline durch die Ostsee zu bauen, wurde erstmals 1995 gemacht. Am 11. April 2005 wurden die Vereinbarungen in Anwesenheit vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Präsident Wladimir Putin formalisiert.
Am 8. September 2005 wurde die Grundsatzvereinbarung zwischen Gazprom, Wintershall und E.ON Ruhrgas in Anwesenheit Schröders und Putins unterschrieben. Die Unterzeichnung war wegen der Bundestagswahlen vorverlegt worden. Beschlossen wurde, eine Betreibergesellschaft in der Schweiz zu gründen. Gazprom sollte zu 51 % beteiligt werden und die beiden deutschen Unternehmen sollten ihre Anteile von jeweils 24,5 % reduzieren, um einen vierten Projektpartner in das Konsortium aufzunehmen. Darüber hinaus wurde die Anlage eines zweiten Leitungsstrangs festgelegt. Die Planungen zum Bau der Ostsee-Pipeline wurden anfangs von der EU unterstützt und das Projekt erhielt bereits im Jahr 2000 eine prioritäre Stellung im Programm Transeuropäische Netze. Die Haltung gegenüber dem Projekt änderte sich jedoch als Russland Ende 2005 der Ukraine wegen nicht beglichener Rechnungen Gaslieferungen sperrte. Ein legitimes Mittel, offene Rechnungen einzutreiben, was aber in EU-Kreisen offiziell als Grund für den Bruch mit dem Projekt Nord-Stream missbraucht wurde, da man auf EU-Ebene längst schon auf Druck der US-Hochfinanzkreise die Bundesrepublik Deutschland zum Aussteigen bewegen wollte.

Dies hat sich aktuell bis heute nicht geändert, kann aber aufgrund der Verträge zum Glück nicht durch die EU beendet werden. So üben bestimmte Kreise in den USA noch immer einen negativen Einfluss auf das Nord Stream 2-Projekt aus und ernennen regelmäßig neue Sonderbeauftragte, um das Pipeline-Projekt noch zu stoppen. Der Grund dafür hat nichts mit dem Schutz Europas zu tun – wie dann immer behauptet wird. Der wahre Grund für die Ablehnung dieser US-Kreise, die sich aus einer kleinen, internationalen Clique der Hochfinanzkreise zusammensetzt, ist die Dollar-Hegemonie und die Nähe dieser Kreise zu den Unruheherden in der Ukraine.

Die „neue“ US-Administration unter „Präsident“ Joe Biden war seit Amtsantritt stets bemüht das Projekt irgendwie zum Scheitern zu bringen. Er schuf sogar den Regierungsposten eines Sonderbeauftragten für Nord-Stream 2, dessen Aufgabe es war dem Gaspipeline-Projekt zu schaden oder das ukrainische Unternehmen Naftogaz doch noch zu beteiligen. Wobei Naftogaz, bzw. die Ukraine, bis heute noch immer nicht die Schulden aus der Gaslieferung an Russland vollständig bezahlt hat!

Bezeichnend bei dem Ganzen ist auch, dass die US-Administration gemäß der US-Verfassung keine Legitimation für die Ernennung eines sogenannten „Sonderbeauftragten für Nord-Stream 2“ hat, dessen einzige Aufgabe noch dazu darin besteht, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um ein für beide Seiten vorteilhaftes Energieprojekt zwischen zwei angeblich völlig souveränen Nationen – Deutschland und Russland – zu untergraben.

Nicht zu übersehen ist auch, dass die Ernennung eines Sonderbeauftragten für Nord-Stream 2 ein deutlicher Hinweis auf die spürbare Verzweiflung der US-Hochfinanzkreise ist, die Fertigstellung dieser Pipeline zu verhindern. In den USA ist der Widerstand gegen Nord Stream 2 überhaupt kein parteipolitisches Thema. Schließlich sind sowohl Demokraten als auch Republikaner sowie viele Beamte auf den höchsten Regierungsebenen vehement gegen dieses Projekt. Und warum? Warum stehen Gruppen von Menschen, die sich sonst nie einig sind, hier plötzlich in völliger Solidarität zusammen, wenn sie mit der Aussicht auf eine fertige und funktionierende Nord Stream 2 Pipeline konfrontiert werden? Wovor hat jeder US-Regierungsvertreter so viel Angst? Mal unabhängig davon, dass die derzeitige „Biden-Administration“ eine größere Affinität zu besagten Hochfinanzkreisen (deep state) unterhält und grundsätzlich ohnehin nicht vor Unregelmäßigkeiten, Korruption und Betrug zurückschreckt.

Vergessen Sie alles, was Sie bisher von den westlichen Lügenmedien über Nord-Stream 2 gehört haben. Die Regierung der Vereinigten Staaten ist nicht an Menschenrechten, der Umwelt oder daran interessiert, dass US-amerikanische Produzenten ihr Fracking-Gas nach Europa verkaufen können. Die Regierung der Vereinigten Staaten ist als Emittent der Weltreservewährung nur an einer Sache interessiert: An ihrem US-Dollar! Diese einzige Tatsache ist alles, was man begreifen muss, um die Außenpolitik der USA wirklich zu verstehen.

Das bedeutet in der Praxis, dass jede US-Regierung, in Absprache mit der US-Notenbank, die Fähigkeit hat, ihre Währung nach Belieben zu drucken, einfach weil sie der Emittent der Weltreservewährung ist und ihre Inflation in die übrigen Nationen der Welt exportieren kann. Jede Nation, die sich im internationalen Handel engagieren möchte, einschließlich des Kaufs von Rohstoffen wie Erdgas oder Öl, muss riesige Dollarreserven vorhalten, um ihre Käufe zu ermöglichen.

So fungiert der Welthandel wie ein Schwamm, der die US-Inflation zu absorbieren hat. Was es der US-Regierung ermöglicht, untragbare Defizite aufzubauen, die einen massiven Militärhaushalt zur „Demokratisierung der Welt“ ermöglichen und die vor allem der kleinen, international tätigen Clique aus menschenverachtenden Hochfinanzkreisen zum Erhalt ihres zusammengeschacherten Vermögens verhelfen. Dieser Überfluss an Macht wiederum erlaubt es zum Beispiel US-Unternehmen, die im Schatten dieser Hochfinanzkreise agieren, leichten Zugang zu dieser Geldschöpfungsmaschine zu haben, immer größer zu werden – und das ganz unabhängig von ihrer realen wirtschaftlichen Lebensfähigkeit. Das geht natürlich zu Lasten des Mittelstandes, der nach Ansicht dieser Kreise Störenfried ist und ausgemerzt werden muss, sowohl in den USA als auch in Westeuropa und zunehmend auch in Osteuropa. Was gerade auch durch die sogenannte Corona-Pandemie umgesetzt wird!

Wenn sich ein Land vom US-Dollar befreien will, wissen wir was USA für diese Nationen bereithält. Zur Erinnerung hier einige Beispiele für Nationen, die sich weigerten, die Dollar-Hegemonie zu akzeptieren: Irak, Libyen, Iran, Venezuela, Ukraine, Syrien. Das ist der Punkt, an dem die Russische Föderation ins Spiel kommt. Wer wirklich verstehen will, warum die US-Hochfinanzclique Russland unter Wladimir Putin hasst, muss nur die Rolle des Dollars auf der Welt verstehen. Russland ist eine direkte Bedrohung für die viel zu starke Vermehrung des US-Dollars.

Die Russische Föderation ihrerseits ist im Laufe der letzten 20 Jahre, nachdem Putin das Land aus den Klauen der kleinen internationalen, wurzellosen Clique (deep state) befreit hat, ziemlich widerstandsfähig und viel weniger anfällig für jeglichen Druck oder Einfluss von außen geworden. Russland ist in der Tat eine souveräne Nation, die sich nicht von den USA, oder den dort im Hintergrund kriminell Agierenden, einschüchtern lässt. Tatsächlich ist Russland so stark geworden, dass es jetzt sogar genug Macht projizieren kann, um andere souveräne Nationen zu schützen, die sich vom US-Dollar lösen wollen oder von vornherein nichts mit ihm zu tun haben wollten – Syrien ist das beste Beispiel.

Die USA können nicht einfach einen Militärschlag gegen die Russische Föderation führen, wie sie es im Irak und vielen anderen Nationen, die die Dollar-Hegemonie ablehnten, getan haben. Russland hat jetzt die Macht, den US-Dollars auszubremsen und im Welthandel zu verhindern. Betrachten wir noch einmal den Vergleich mit einem Schwamm. Russland reduziert die Größe des Schwamms und dadurch bleibt der US-Regierung eine immer kleinere Anzahl an Ländern, in die sie die Dollar-Inflation exportieren kann. Je kleiner der Schwamm wird, desto verzweifelter wird die US-Hochfinanzclique!

Was Nord-Stream 2 betrifft, so wird die US-Regierung nach der Fertigstellung der Pipeline keine Kontrolle darauf haben. Vor allem aber werden die US-Hochfinanzkreise keine Kontrolle über die Währung haben, die bei der Preisbildung für das Gas, das durch Nord Stream 2 fließt, verwendet wird. Das bedeutet, dass das Gas, das durch diese Pipeline fließt, in EURO, in Rubel, einer goldgedeckten Währung oder einer ganz anderen Währung, auf die sich die Nord Stream 2-Vertragspartner einigen, gehandelt werden kann. Das Besondere an Nord Stream 2 ist, dass das US-Militär machtlos ist, denn eine US-Regierung kann keinen Krieg gegen ein geeintes russisch-deutsches Bündnis führen, wie sie es im Irak und anderswo immer tun konnte.

So wird die Fertigstellung von Nord Stream 2 ein enormer Schlag gegen die Macht der kleinen Hochfinanzclique und das Prestige der USA sein. Diese Pipeline wird den beispielhaft genannten Schwamm schrumpfen lassen, der die US-Inflation bisher aufsaugt. Die Dollars, die in Europa in ausländischen Reserven gehalten werden, werden nicht mehr nötig sein, um das Gas zu kaufen, das durch diese Pipeline fließt. Diese überschüssigen Dollars müssen daher nicht mehr gehalten werden und werden ihren Weg zurück in die USA finden, was zu einem erhöhten Inflationsdruck in den USA führt.

Wenn sich dann andere Nationen entscheiden, dem russisch-deutschen Beispiel zu folgen, müssten sich die US-Politiker schließlich mit der eigenen Inflation auseinandersetzen, die sie selbst geschaffen haben. Sie müssten sich letztlich dem Zorn der US-Bevölkerung stellen, die sie verraten und verkauft haben, um den Status quo auf Kosten aller anderen zu erhalten. Nord Stream 2 ist auch ein Schritt nach vorn, um die Nationen der Welt auf ein gleiches Niveau zu bringen. Den USA darf es nicht länger erlaubt sein, anderen Ländern den Handel zu diktieren, nur weil sich dort eine kleine Hochfinanzclique den unverdienten Status des Emittenten der Weltreservewährung ergaunert hat. Wenn die USA künftig ein echter Partner auf der Weltbühne sein möchten, sollten sie damit beginnen, wieder reale Güter zu produzieren, mit denen sie handeln können, anstatt Papierdollar zu verwenden, um andere zu übervorteilen, die tatsächlich reale Güter produzieren.

Und vor allem muss man sich den USA dieser kleinen Verbrecherclique entledigen, die für sich in Anspruch nimmt, zu einem von einem Gott ausgewählten Volk zu gehören. Eigenartigerweise führt die unter den Völkern Terras durchaus nicht seltene Vorstellung für etwas auserwählt zu sein nun aber ausgerechnet dieses eine Völkchen zum Weltherrschaftsanspruch. Dass ihm dies im Gefolge der inszenierten Weltkriege zunehmend gelingt, gehört zu den bislang spektakulärsten Vorgängen der Weltgeschichte und ist kein Ruhmesblatt für die übrigen Völker Terras. Warum wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte diese Wahnvorstellung immer akzeptiert und niemals unterbunden? Im Grunde handelt es sich doch nur um die Angehörigen bzw. um die Nachkommen eines kleinen, genetisch nomadisch geprägten und daher heimatlosen Wandervolkes, das für sich vor Jahrhunderten die ökologische Nische des Händlertums entdeckt hat und von den übrigen, sesshaften Völkern wegen andersartiger Lebenspraktiken mitunter verfolgt wird und deshalb dazu neigt, die ganze Welt als Heimat anzusehen und durch deren Beherrschung, verbunden mit Unterdrückung der anderen Völker, versucht den Spieß umzudrehen. Hinzu kommt, dass die Angehörigen dieses Völkchens zu den wenigen zählen, die im frühesten Kindesalter aus religiösen Gründen körperlich verstümmelt werden. Da aufgrund dieses traumatischen Erlebnisses, die geistige Entwicklung Schaden nimmt – dies beweisen neuste Erkenntnisse, über die diverse Autoren berichten – kommt es im weiteren Lebensverlauf dieser Verstümmelten immer wieder zu schizophrenen Schüben unterschiedlicher Stärke. So werden dann Wahnvorstellungen als Wahrheit angenommen und die echte Wahrheit als Lüge verdrängt! – Was einiges derer Handlungen zwar begründet aber niemals rechtfertigt.

Hier im „alten Europa“, wie diese US-Kreise gerne sagen, wird durch Fertigstellung des Projekts Nord Stream 2, die Chance für Deutschland aufgetan, mit Russland als gleichberechtigter Partner zusammenzuarbeiten, auf Augenhöhe und mit einer unabhängigen Währung nach gemeinsamer, bilateraler Wahl. Das ist echte wirtschaftliche Freiheit, echte Souveränität. Gleichzeitig bedeutet es, dass der Dollar-Hegemonie der US-Hochfinanzclique ein Gegenpol gesetzt wird und damit deren Ende besiegelt ist.

Zuletzt fragt man sich, ob das alles im Ursprung tatsächlich ein bundesdeutscher Kanzler überlegt haben kann? Nun ja, wer sagt denn, dass dieser nicht Nachhilfe aus dem „ewigen Eis“ hatte? (Eingeweihte wissen wer gemeint ist!)

Und vor diesem Hintergrund wurde nun Nord Stream 2 von unserem aktuell agierenden Bundespolitkindergarten gestoppt! Fast fehlen einem die Worte, bei so viel geballter Unfähigkeit und Inkompetenz, oder?
Eine unwissende und überforderte Regierung in Berlin kann zum Frieden in Europa letztlich absolut nichts beitragen! Und energiepolitisch hat ja bereits die Vorgängerlaienspieltruppe versagt!

Die (ins Amt gebrachte) „Bundesregierung“ hat die Zertifizierung von Nord Stream 2 nur gestoppt, also ausgesetzt. Dennoch ist es fraglich, ob die für Europa so wichtige Pipeline jemals ans Netz gehen kann. Das ist ein Sieg für die Hintergrundkräfte in den USA, die dort auch bekanntlich „deep state“ genannt werden. Nord Stream 2 zu verhindern und ihr teureres Frackinggas in Europa zu verkaufen war von je her deren Ziel. Das bedeutet aber auch das Ende der Versorgungssicherheit in Europa und natürlich entstehende Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe für den Bundeshaushalt.

Wenn man sich das Ziel der US-Strategen, Russland und die Ukraine voneinander zu trennen, vor Augen führt, dann waren die US-Kreise dieser kleinen internationalen Clique seit 2014 leider sehr erfolgreich. Nach dem Maidan haben die radikal-nationalistischen, US-gestützten Regierungen der Ukraine die wirtschaftlichen Kontakte zu Russland zum Schaden der Ukraine abgebrochen und die Ukraine hat den Bürgerkrieg im Donbass gestartet, indem sie Panzer anstatt einer Verhandlungsdelegation geschickt hat. Seitdem ist dort also Krieg, ein Krieg der nicht erst am 24.2.2022 begonnen wurde. Ein interessantes Detail am Rande dazu: Am 6. April 2014 hat der Sicherheitsrat der Ukraine den sogenannten „Anti-Terroreinsatz“ beschlossen, also den Angriff auf den Donbass. Das war nicht etwa eine einsame Entscheidung des Sicherheitsrates, sondern es war eine Anweisung der CIA. Wie es der Zufall wollte, einige Tage später kam heraus, dass der damalige CIA-Chef John Brennan unter falschem Namen in Kiew war und an der entscheidenden Sitzung teilgenommen hat, was die US-Administration wenige Tage später zugeben musste. Der Krieg im Donbass ist für die USA ein Aktivposten, denn solange der Krieg andauert, kann man die Menschen in der Ukraine gegen alles Russische aufhetzen, also die Ukraine von Russland trennen. Und das ist genau das, was die USA wollen.

Gleiches gilt für die Anerkennung des Donbass durch Russland, denn auch das lässt sich propagandistisch nutzen, wie wir derzeit in allen westlichen Medien erleben. Die US-Geostrategen dürften also momentan gute Laune haben, zumal ihnen diese Anerkennung nun auch noch das lang erhoffte Ende von Nord Stream 2 auf dem Silbertablett serviert hat, weil in Berlin derzeit nur kindlich naiv und ohne Nachdenken gehandelt wird.

Das wird für Europa allerdings zu einer potenziellen Katastrophe. Schon jetzt haben wir in Europa eine Gasknappheit und die wird sich demnächst noch verstärken. Zwar fabuliert man in Regierungskreisen davon, man werde das russische Gas durch Flüssiggas anderer Anbieter ersetzen, aber das ist fantasievolle Träumerei.

Das hat mehrere Gründe. Zum einen gibt es in der EU gar nicht genug Flüssiggas-Terminals, um ausreichend Flüssiggas zu importieren. Die EU importiert etwa 200 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich aus Russland, die europäischen Terminals können aber bei voller Auslastung nur 150 Milliarden Kubikmeter importieren und die europäischen Gasproduzenten sind bereits am Limit. Man kann das russische Gas also nicht mal eben ersetzen.

Außerdem kommt noch etwas anderes hinzu: Das Flüssiggas geht bisher nach Asien. Wenn die EU der Meinung ist, dieses Gas nach Europa ziehen zu müssen, wird man das in Asien nicht lustig finden. Was wir erleben werden, wird eine Art Auktion sein, bei der derjenige das Gas bekommt, der den höchsten Preis bezahlt. Aber trotzdem reichen die weltweit verfügbaren Flüssiggasmengen und -tanker aber nicht aus, um Asien und Europa gleichzeitig zu versorgen.

Wir werden also erstens zu wenig Gas haben und zweitens wird es sehr viel teurer. Der ehemalige russische Ministerpräsident Medwedew, derzeit stellvertretender Leiter des Sicherheitsrates, hat das sogar auf Deutsch auf Twitter veröffentlicht: „Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Stopp der Zertifizierung der Gaspipeline Nord Stream 2 angeordnet. Na ja. Herzlich willkommen in einer neuen Welt, wo die Europäer bald schon 2000 Euro pro Kubikmeter Gas zahlen werden!“
Da Gas bisher etwa 200 bis 300 Dollar gekostet hat, dürften sich die Gaspreise verzehnfachen, natürlich mit den entsprechenden Folgen für die Preise für Strom und Heizung.

Besorgt äußerte sich auch der Branchenverband Zukunft Gas: „Wir bedauern den Stopp des Zertifizierungsprozesses. Die Pipeline trage dazu bei, die wachsende Importlücke in Europa zu schließen. Diese Lücke kann nur teilweise und zu höheren Kosten durch neue LNG-Terminals geschlossen werden.“ Nur geht das mit den LNG-Terminals, also Flüssiggas-Terminals nun einmal nicht so schnell, das Problem haben wir aber schon jetzt.

Bisher konnte man Europa auch ohne Nord Stream 2 versorgen und das Ende der Pipeline wird nicht über Nacht zu dem genannten Szenario führen. Da aber aufgrund der Energiewende und der fälschlicherweise hochgelobten Elektroautos der Bedarf an Energie und damit auch an Gas steigen wird, die verfügbare Menge an Gas aber zurückgehen wird, wird die EU ohne Nord Stream 2 nicht wie bisher zu versorgen sein.

Die Problematik erweitert sich mit Blick auf mögliche Entschädigungszahlungen, wenn die Pipeline endgültig scheitern sollte. Nord Stream 2 wurde zur Hälfte von europäischen Konzernen gebaut, die auf Entschädigungen klagen werden, wenn Nord Stream 2 eingestellt wird ohne jemals in Betrieb gewesen zu sein. Und die Konzerne werden recht bekommen, denn so ist das nun einmal vertragsrechtlich geregelt. Wenn die Bedingungen geändert werden und das Projekt dann nicht arbeiten kann, muss der schuldige Vertragspartner, also die Bundesrepublik Deutschland, dafür haften und den entstandenen Schaden ersetzen. Im besten Fall muss Bundesdeutschland dann also die investierten Milliarden erstatten, im schlimmsten Fall sogar noch den entgangenen Gewinn.

Die fähigste Bundesregierung aller Zeiten schätzt, dass Deutschland ohne russisches Gas auskommt. Aber nur, wenn es nicht kalt wird! Sogar, wenn Russland die Erdgas-Lieferungen vollständig einstellen würde, käme Deutschland durch den Winter. Das hat die Regierung berechnet (kann da jemand wirklich rechnen?), heißt es in einem Medienbericht. Die Prognose halte aber nur, wenn es keinen längeren Kälteeinbruch gibt.

Man hofft hier bei uns in Regierungskreisen tatsächlich durch Sanktionen wirtschaftlichen Schaden für Russland durchzusetzen. Doch das mit den „harten Sanktionen" ist für Präsident Putin die reinste Lachnummer.
Längst hat Putin geplant und das chinesisch-russische Abkommen unterzeichnet. „Xi und Putin präsentieren damit ein selbstbewusstes Manifest gegen die USA. Die beiden Staats- und Regierungschefs unterstützen sich gegenseitig in der Taiwan-Frage und gegen die NATO-Erweiterung nach Osten. Es gibt in diesem Abkommen zwischen Russland und China keine Bereiche der Politik, die ausgenommen sind."
In Paragraph III des Abkommens wird sozusagen eine militärische Allianz gegen die USA geschmiedet, denn dort heißt es wörtlich:
"Die russische Seite bekräftigt ihre Unterstützung für das Ein-China-Prinzip, dass Taiwan ein unveräußerlicher Teil Chinas ist, und lehnt jede Form der Unabhängigkeit Taiwans ab." Als Gegenleistung stellt sich China an die Seite Russlands gegen die NATO. Wörtlich heißt es: "Beide Seiten lehnen eine weitere Erweiterung der NATO ab und fordern das Nordatlantische Bündnis auf, seine ideologisierten Ansätze des Kalten Krieges aufzugeben, die Souveränität, die Sicherheit und die Interessen anderer Länder sowie die Vielfalt ihrer zivilisatorischen, kulturellen und historischen Hintergründe zu respektieren und eine faire und objektive Haltung gegenüber der friedlichen Entwicklung anderer Staaten einzunehmen."

Noch nie in der Hochphase der Globalisierung mussten die von den Drahtziehern aller Weltkrisen kontrollierten Nachrichtendienste eine solche, für die globale Welt-Dynastie, niederschmetternde Nachricht über ihre Kanäle absetzen.
Wörtlich hieß es schon am 5.2.2022 bei Reuters: „Die Freundschaft zwischen den beiden Staaten (China und Russland) kennt keine Grenzen, 'es gibt keine ausgeklammerten Bereiche der Zusammenarbeit mehr', so die beiden Länder in einer gemeinsamen Erklärung. Der Zeitpunkt ihrer Ankündigung war höchst symbolisch, da China die Olympischen Spiele ausrichtete, die von den Vereinigten Staaten diplomatisch boykottiert wurden. Die Vereinbarung ist die detaillierteste und nachdrücklichste Bekundung der Entschlossenheit Russlands und Chinas, beim Aufbau einer Neuen Internationalen Ordnung zusammenzuarbeiten, die auf ihren eigenen Vorstellungen von Menschenrechten und Demokratie beruht. Putin nutzte die Gelegenheit, um ein neues Gasabkommen mit China im Wert von schätzungsweise 117,5 Milliarden Dollar zu verkünden und versprach, die russischen Exporte in den Fernen Osten zu steigern."

Russland vor diesem Hintergrund mit dem Boykott von Nord Stream 2 finanziell schrecken zu wollen ist kindisch, von Unfähigkeit zeugend und absolut realitätsfremd, was aber die „neuen“ Amtsinhaber in bundesdeutschen Politämtern immer wieder ja beweisen. Was Russland an Gas nicht nach Europa liefert, geht zu höheren Preisen an das energiehungrige China, das seine angehäuften Devisen los werden will. Überdies hat sich Russland längst auf die harte Auseinandersetzung mit dem Westen vorbereitet, aber seine Rache an der BRD wird vernichtend sein. Während der gesamte Westen faktisch pleite ist, total überschuldet, hat Russland keine Auslandsschulden und im Inland beträgt die Staatsverschuldung lediglich 20 Prozent des BIP. Völlig zerknirscht musste die FAZ kürzlich diese für den Westen aussichtlose Lage wie folgt eingestehen: „Makroökonomisch ist Russland bereit für neue Sanktionen: Seit 2014 hat der Kreml dank strenger Haushaltspolitik große Finanzpolster angelegt. Mit Gold- und Währungsreserven in Höhe von 630 Milliarden Dollar!

Die nächste Lachnummer mit den „harten Sanktionen" ist, dass auch Getreide knapp werden könnte, wenn Russland die Lieferung nach Europa einstellt oder der Westen das sehr viel teurer einkaufen muss, als noch im Moment. Von wegen „harte Sanktionen" mit denen unsere vor Intelligenz strotzenden Politversager Putin in die Knie zwingen wollen. Putin der ja nun in Europa nichts mehr verkaufen darf /soll, ist Europas Hauptlieferant für Brotgetreide. Ohne russisches Korn aber droht uns eine definitive Lebensmittelknappheit! Noch vor 25 Jahren hätte Deutschland sich da selbst versorgen können, aber dann kam die EU-Politik den Bauern wurde eingeredet für mehr Geld lieber Raps anzubauen - zur Herstellung von „Biosprit“ (den eh keiner tankt). Aber noch eine andere, „große“ GRÜNE Idee kam auf die Felder – statt Getreide lieber Windkraftanlagen (auf diesen Unsinn näher einzugehen ist Thema einen anderen Aufsatzes!).

Und vor diesem Hintergrund droht der Westen Russland wirtschaftlich?
Eine größere Lachnummer für Putin präsentiert so schnell kein anderer.

Die Entscheidung, Nord Stream 2 zu stoppen und überhaupt von Sanktionen zu faseln, wird also sehr teuer für Europa, insbesondere für Bundesdeutschland. Die Verbraucher werden sehr viel höhere Rechnungen für Strom und Heizung bekommen, die Wirtschaft wird durch die steigenden Energiekosten an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, was Arbeitsplätze kosten wird, allgemein werden die Preise steigen und der Bundeshaushalt wird u.U. durch Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe belastet.
Dank an die Bundespolitversager! ?

Achim Kurth im Terra-Kurier / 26.02.2022


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