Königsberg statt Kaliningrad   image001.gif

 

Ja, die Deutschen, die Deutsch-Russen in Königsberg machen es uns vor. Sie fordern die Rückkehr zur offiziellen Bezeichnung „Königsberg”. Schon seit einiger Zeit gibt es bei den Russen spürbare pro-deutsche Einstellungen. Ganz im Gegensatz zu den Polen, die uns wie immer mit Neid und Hass und kompletter Verdrehung der historischen Tatsachen gegenübertreten.

 

Zurück zu den deutschen Wurzeln, heißt es wenn junge Russen sowjetische Hinterlassenschaften bekämpfen und die Deutsche Geschichte Ostpreußens annehmen.

 

Nachdem 1990 Nord-Ostpreußen den Status eines militärischen Sperrgebietes verloren und sich nach außen zumindest teilweise geöffnet hatte, waren die Hoffnungen vieler Deutscher auf eine strahlende Zukunft des Königsberger Gebietes groß. Von diesen Hoffnungen sind leider nicht viele in Erfüllung gegangen. Das Gebiet ist nach wie vor innerhalb Europas als russische Insel isoliert, die wirtschaftliche Lage desolat, eine Aufbruchsstimmung ist nur schwer erkennbar. Dennoch scheint sich etwas zu entwickeln.

 

Es sind vor allem junge Russen, die die Deutsche Geschichte Ostpreußens für sich entdecken, die Mythen der sowjetischen Propaganda hinterfragen und nicht mehr akzeptieren wollen. So nehmen die heutigen Bewohner langsam die deutsche Geschichte der Region an und sehen die deutsche Kulturlandschaft mit anderen Augen als vorherige Generationen.
Seit einigen Jahren schon fallen beispielsweise Autokennzeichen mit dem Zusatz „Königsberg“ auf. Unter den Jugendlichen der Stadt ist ohnehin nicht mehr von Kaliningrad, sondern stets nur von Königsberg bzw. einfach nur kurz „König“ die Rede. Es sind kleine, schleichende Veränderungen, die oft erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Dennoch spiegelt sich darin eine sich wandelnde Geisteshaltung wider, die öffentlich zur Schau gestellt wird.

Eine Abstimmung zur Rückbenennung Königsbergs könnte noch in diesem Jahr stattfinden. Rustam Vasiliev geht noch einen Schritt weiter. „Selbstverständlich ist das hier Preußen und nicht eine Oblast Kaliningrad“, sagt der junge Russe entschlossen. Er ist führender Kopf einer Bewegung, die seit einigen Jahren in der Hauptstadt der Provinz klare politische Forderungen stellt. Zu diesen gehören weitgehende Autonomie von Moskau und eine Öffnung der Region nach außen. Für die Nachkommen der vertriebenen Deutschen sollen Rahmenbedingungen zur Rückkehr geschaffen werden. Die Zusammenarbeit von Deutschen und Russen soll in Nord-Ostpreußen zu einer gemeinsamen, lebenswerten Zukunft führen. Darüber hinaus wünschen sich die Anhänger der Bewegung eine Rückbenennung der Städte, Dörfer und Straßen in ihre deutschen Ursprungsnamen. Den Anstoß dazu soll die Rückbenennung der größten Stadt der Region geben. Wenn erst einmal wieder der Name Königsberg etabliert sei, würden die anderen Städte nachziehen, hoffen die Aktivisten. Ohnehin sei die Existenz einer Stadt mit dem Namen „Kaliningrad“ ein absoluter Skandal im 21.Jahrhundert, schließlich sei Kalinin ein sowjetischer Massenmörder gewesen, erklärt Vasiliev.

 

Doch bilden die Kommunisten die zweitstärkste Kraft in der Stadtduma, und auch die Veteranenverbände haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Von den staatlichen Repräsentanten gibt es bisher keinerlei ernsthafte Vorstöße, daher sind die Königsberger selbst tätig geworden. Sie sammelten Unterschriften und brachten das Thema somit auf die Agenda der Politik. Diese muss nun handeln. Da es bisher kein Gesetz gibt, das eine Abstimmung zur Rückbenennung zulässt, wird ein solches momentan von einem Gremium erarbeitet, in welchem ebenfalls Vasiliev vertreten ist. Eine Abstimmung zur Rückbenennung könnte bereits in diesem Jahr stattfinden.

Die Bewegung formiert sich von Anhängern der „Baltisch Republikanischen Partei“. Diese ist vom Kreml schon lange nicht mehr als Partei zugelassen und fungiert daher mehr als Träger der Idee des Regionalismus. Viele Unterstützer sind dagegen in keiner festen Struktur organisiert, ohnehin biete eine solche nur die Gefahr, verboten zu werden. Die Anhänger der preußischen Idee kommen insgesamt aus den verschiedensten gesellschaftlichen und politischen Bereichen. Einen ersten Schritt, die Isolation der Region aufzuheben, konnte mit dem kleinen visafreien Grenzverkehr erreicht werden, der schon 2012 eingeführt wurde. Dieser ermöglicht es vorerst Einwohnern Nord-Ostpreußens und Teilen Süd-Ostpreußens mit Danzig, ohne Visa den russischen bzw. polnischen Bereich zu bereisen. Dem Beschluss von Moskau, Warschau und der EU ging eine Kampagne von Vasiliev voraus, die diese Idee auf die Tagesordnung brachte. Die Regionalisten sind so ziemlich zuversichtlich, dass es zur Rückbenennung kommen wird.

 

Um den Forderungen in der Öffentlichkeit Nachdruck zu verleihen, scheuen die jungen Russen nicht davor zurück, auf die Straße zu gehen. So konnte bereits mehrfach eine Preußisch-Russische Parade („Prusskij Parad“) abgehalten werden. Selbst für die Einwohner der Stadt dürfte es ein mehr als ungewöhnliches Bild sein, die vielen Aktivisten mit den Fahnen Ostpreußens, Königsbergs und sogar des Deutschen Ordens durch die Straßen marschieren zu sehen und Märsche wie Preußens Gloria dabei zu hören. In Königsberg sind die Regionalisten auf der Seite Preußens, von Moskau ist man schließlich weit entfernt.

 

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Über finanzielle Mittel verfügen die Regionalisten nicht. Dennoch konnten im November 2013 wieder die deutschen Fahnen wehen, durch die Erlaubnis der russischen Nationalen, am hiesigen „Russenmarsch“ zum Tag der Einheit des Volkes teilzunehmen. Alles in allem sind die Regionalisten jedoch zuversichtlich. Immerhin konnten sie dazu beitragen, Ostpreußen zurück in das Gedächtnis der heutigen Einwohner der Stadt zu bringen und junge Leute sogar für die preußische Bewegung zu begeistern.


Sollte die Rückbenennung kurzfristig nicht erfolgen, haben sie sich vorgenommen, vor dem Sitz der FIFA in der Schweiz zu demonstrieren, um die Forderung auch außerhalb der Region öffentlich zu machen. Schließlich wird die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 auch in der Hauptstadt Ostpreußens ausgetragen. Unter keinen Umständen allerdings in einer Stadt mit dem Namen Kaliningrad, da sind sich die russischen Königsberg-Anhänger, die Neu-Ostpreußen, sicher.

 

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(Quelle für diesen Artikel unter: http://deutschelobby.com/2014/01/29/neues-aus-konigsberg-zuruck-zu-deutschen-wurzeln/ / Die Seite ist aber inzwischen nicht mehr erreichbar.)

 

Abschließend stellen sich Fragen wie:

Machen es der Deutsche Boden, die Deutschen Mauern und die Deutschen Landschaften, dass die dort Lebenden ohne Druck von außen ihren Weg zurück zu die für dieses Gebiet angestammten Traditionen finden?

Ist es ein Beweis dafür, dass Deutsche Lande immer Deutsch bleiben werden?

Und ist es ein Anfang für die Rückbesinnung der Deutschen selbst auf die zu Deutschland gehörenden Ostgebiete des Reiches?

 

Man bedenke unbedingt: Ohne Preußen gäbe es kein Deutschland!

 

An dieser Stelle sei auch einmal an das Gedicht von Generaloberst Eberhard von Mackensen erinnert,
dass er 1947 in einem alliierten Gefängnis verfasst hat. Lesen Sie die Hoffnung bringenden Worte:

 

Mögt ihr den preußischen Staat zerschlagen,
          Preußen wird hoch aus den Trümmern ragen.

          Einer schon wollte uns Preußen stehlen,
          doch Preußen lebt zu tief in den Seelen!

          Preußen ist weder Volksstamm noch Rasse,
          Preußen ist Haltung und niemals Waffe.

          Preußen ist Pflicht nach Immanuel Kant;
          Preußen ist Treue zu Volk und Land,
          dienen der Sache bis in den Tod
          und – Griff zu den Waffen erst in der Not!

 

Die Geschichte Ostpreußens wird auch in den nachstehend genannten YT-Videos gut erklärt:

https://www.youtube.com/watch?v=AJ0NOS8fwgk     /  https://www.youtube.com/watch?v=W-3n0RHm2B4

 

 

02.01.2018 / Terra-Kurier – Achim Kurth