Gedenken an Hermann

 

Von JKS.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(freies Foto aus Pixabay.com)

 

 

Der 9. September – ein Feiertag!

Am 9.9.9 nach Null wurde die berühmte Schlacht am Teutoburger Wald siegreich durch Hermann gegen die Römer beendet. Die Römer wurden aus dem Land gejagt und Germanien war befreit.

 

So jährt sich jedes Jahr am 9.9. die Hermannsschlacht, auch bekannt als Schlacht im Teutoburger Wald oder neuerdings öfter als Varusschlacht bezeichnet. In jedem Fall eine Schicksalsschlacht nicht nur für Deutsche!

 

Für Deutschland (!) eigentlich ein guter Grund, sich mit der Geschichte um Arminius dem Cherusker und dem römischen Feldherrn Varus zu beschäftigen. Die Schlacht, in der ein Achtel des römischen Gesamtheeres vernichtet wurde, leitete das Ende der römischen Bemühungen ein, die rechtsrheinischen Gebiete Germaniens bis zur Elbe zu einem Teil des Römischen Reiches zu machen. Im Jahre 9 sorgte der Cheruskerfürst Hermann mit einem erstmals vereinten Germanenheer dafür, dass das Land vor Tyrannei durch die römische Besatzung verschont blieb und sich unsere Kultur über die Jahrhunderte frei und eigenständig weiterentwickeln konnte.

 

Drei römische Legionen, mit Tross und Hilfstruppen waren das wenigstens 26.000 Mann, wurden bis auf den letzten Mann vernichtet, es gab keine Überlebenden, der feindliche Oberbefehlshaber und gleichzeitige römischer Gouverneur der besetzten Gebiete, Quinctilius Varus beging Selbstmord! Der römische Kaiser Augustus war so entsetzt, dass diese drei Legionen die XVII, die XVIII und die XIX, nie wieder aufgestellt wurden. Künftig kam in der römischen Heeresliste die XX Legion gleich nach der XVI. Mit dem mumifizierten Kopf des Varus, den Arminius an Augustus geschickt hatte, spielte der Kaiser voller Wut Fußball und rief dazu: „Varus, Varus, gebe mir meine Legionen wieder!“

 

Eine römische Legion entsprach dem Stellenwert einer heutigen Division und bestand aus 6.000 schweren Infanteristen, die standardmäßig durch 1.500 Mann leichte Hilfstruppen (zum Beispiel Bogenschützen oder Steinschleuderer) und 600 Mann Reiterei verstärkt wurden.

 

Bis zum Zeitpunkt des gemeinsamen Kampfes gegen die Römer, agierten die einzelnen Germanenstämme mehr oder weniger eigenständig, also jeweils regional eher für sich. Insofern ist die erstmalige Vereinigung und die daraus erwachsene Stärke, auch wenn dieser Zusammenschluss nach der Schlacht nicht lange von Dauer war, ein Verdienst von Hermann / Arminius. Er hatte durch seinen jahrelangen Aufenthalt bei den Römern, die ihm auch den Namen Arminius gaben, nicht nur deren Kampftaktiken und Feldstrategien erlernt, was denen später als Armin / Hermann diese umdrehte zum Verhängnis wurde, sondern auch erfahren, dass Macht und Stärke nur dann wirksam umgesetzt werden können, wenn alle Volksangehörigen sich verbünden und einem Führer die Befehlsgewalt übertragen.

 

Es ist vor diesem Hintergrund nicht nur die Schlacht und die Person des Arminius / Hermann, die einen Deutschen Mythos geschaffen haben, sondern auch der große Sieg, über eine bis dahin als unbesiegbar geltende Streitmacht. Es ist deshalb das größte Jubeldatum jedes Jahres! Es liegt indes sehr viel weiter zurück, als jeder bundesdeutsche Parteihistoriker heutzutage blicken kann. Es markiert nach weit über zweitausend Jahren den Beginn der Deutschen Geschichte. Im Teutoburger Wald erinnert seit 1875 das Hermanns-Denkmal an diesen großen Sieg. Das sieben Meter lange Schwert trägt die Inschrift: „Deutsche Einigkeit meine Stärke – meine Stärke Deutschlands Macht“.

 

(s. auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Hermannsschlacht und http://www.hermannsdenkmal.de/ )

 

Der Mythos galt lange als verpönt. Kam er trotzdem zur Sprache, gab es allerbeste Unterhaltung. Da konnte man nämlich ganz erstaunliche ideologische Sprünge erleben: Ausgewiesene Linke schimpfen (was sonst?), dass die tumben Germanen sich damals dem „Fortschritt“ verweigert hätten. Außerdem hätten die blonden Feiglinge die offene Feldschlacht verweigert. Die so Redenden, merken gar nicht, dass sie genauso argumentierten wie die borniertesten Kolonialisten des 18. oder 19. Jahrhunderts: Wir wollten den Wilden die Zivilisation bringen! Und wie haben es uns diese Bestien gedankt? Sie haben sich nicht einmal an die von uns vorgegebene Kampfordnung (in der wir sie problemlos hätten niedermachen können) gehalten. Sehr aufschlussreich, wie problemlos manche Gutmenschen die angeblich eigene Meinung wechseln, wenn es nur irgendwie gegen Deutschland geht.

 

Fest steht, dass der Sieg über das römische Heer gewaltige Folgen hatte. Wären die Germanen römisch geworden, hätten sie sich wohl zu dem entwickelt, was der römische Chronist Tacitus knapp ein Jahrhundert nach der Schlacht mäßig taktvoll als „gallisches Gesocks“ abkanzelte.

 

Als man sich der historischen Bedeutung von Hermann im 16. Jahrhundert in Deutschland so langsam wieder bewusst wurde, war der Reformator Martin Luther einer seiner ersten großen Anhänger. Er sah in Hermann seinem Kampf gegen Rom auch den ewigen Kampf zwischen Licht und Finsternis. Wörtlich erklärte Luther über den Helden: „Ich habe ihn gar aufrichtig Lieb!“

 

Leider ist der Zeitgeist heute ein anderer. Staatsfeiern hat es in der Bundesrepublik Deutschland noch nie für Hermann gegeben. Nicht etwa deshalb, da aufgrund der „Krisen“ nie Geld da war. Nein, diese Germanen haben einen Krieg gewonnen, aber nicht gegen unser Land, sondern für Deutschland. Das ist offenbar in den Augen der noch agierenden Politiker verwerflich. Einigen wahrlich unheimlich.

 

Auch macht die Widerborstigkeit, die Unbelehrbarkeit und der Mut unserer germanischen Ahnen, den Damen und Herren aus der Politversagerriege bange. Außerdem hatten die Germanen so etwas Plebiszitäres mit ihren Thing-Versammlungen unter Buchen und Eichen, auf denen alles beschlossen wurde, statt sich von „weisen Gremien“ und von an sich selbst denkenden „Volksvertretern“ (ver)leiten zu lassen.

 

Heutzutage haben Volksabstimmungen in der Bundesrepublik Deutschland eher den Charakter von Volksbeschäftigung bis hin zur Ablenkung – immer ohne bindenden Auftrag an die Politik. Von Seiten der Politversager wird gar propagiert, dass wenn das Volk nicht so entscheidet, wie es die Mächtigen verlangen, dann sind die Leute eben „an der Fragestellung vorbeigegangen“ und haben sich damit für weiteres Mitbestimmen disqualifiziert. Unverfroren wird uns, dem Volk, gesagt, dass unsere Meinung völlig egal ist. Also sollen wir schweigen und Vasallendienste im Auftrag der Hochfinanz leisten, ebenso wie die Politclowns uns das täglich vorleben.

 

Die Germanen hatten seinerzeit unter ähnlichen Zuständen, auf eine Frage Roms „Wann werdet auch ihr (die Germanen) endlich römische Provinz?“, mit dem Schwert geantwortet. Lernen können wir aus der Zeit Hermanns, dass die Umstände in denen wir leben uns noch so gewaltig und übermächtig erscheinen können, trotzdem bleiben wir aufrecht stehen und gehen den für uns vorbestimmten Weg.

 

Mit dem germanischen Sieg in dieser Schlacht stellten die Römer mittelfristig ihre Versuche ein, die Germanen (und damit ganz Nord und Ost-Europa) zu unterwerfen. Dadurch aber wurde Arminius auch zum Schutzpatron nicht nur der Deutschen, sondern aller heutigen Völker die germanische Wurzeln haben (so zum Beispiel auch die Angelsachsen, die Franzosen -über die Franken-, die Spanier -über die Goten- die Russen -über Wikinger und Ostgermanen- und über die Angelsachsen wiederum auch die US-Amerikaner)!

 

Die derzeitig mit großer Energie durchgeführte künstliche Überfremdung Europas und Amerikas durch Zuwanderer aus der dritten Welt, dürfte der Beweis dafür sein, dass es Hintergrundspieler gibt denen das alles durchaus bewusst ist und die es „korrigieren“ wollen!

 

Arminius / Hermann selber aber erlitt das Schicksal, das er mit vielen unserer Helden gemein hatte, er wurde ermordet! Der Übeltäter war sein eigener Schwiegervater, ein Kollaborateur, dem das eigene Volk gar nichts bedeutete. Dieser verkaufte dann auch noch die eigene Tochter und seinen Enkel, den Sohn von Arminius, in die römische Sklaverei!

 

Fazit für uns im 23. Jahrhundert:

Es ist vor 2.013 Jahren schon einmal gelungen, das Land zu befreien. Warum nicht noch einmal?

 

 

JKS - Terra-Kurier / 01.2009 - 09.2021