Die Gebrüder Grimm und ihre Bedeutung für uns heute

 

Wer kennt nicht die Kinder- und Hausmärchen, auch im Sprachgebrauch „Grimms Märchen“ genannt, die im 19. Jahrhundert von den Gebrüdern Jacob Grimm (1785-1893) und Wilhelm Grimm (1786-1859) gesammelt und für die Nachwelt aufgeschrieben wurden. Märchen und Sagen aus allen Deutschen Gauen, die in ihrer Gesamtheit längst zum Kulturgut der Deutschen geworden sind.

 

Nur wenigen ist bekannt, dass die Alliierten nach der Besetzung Deutschlands, Menschen die keine Geschichtskenntnis haben nennen das Befreiung, auch unsere Märchen verbieten wollten. So sollte die kollektive, deutsche Geschichte, die sich eben auch in Form der Märchen bewahrt hat, ausgelöscht werden, damit der „demokratischen“ Umerziehung nichts im Wege steht.

 

So waren die Märchen in den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands von 1945 bis 1949 verboten. Begründung: Sie verkörperten nationalistische Ideale und seien mitverantwortlich für den Nationalsozialismus. Heute gelten die „Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm als das bekannteste, weitverbreitete und meistübersetzte Buch in deutscher Sprache. Das macht die „Kinder- und Hausmärchen" zu einem wichtigen Zeugnis für die Literatur- und Kulturwissenschaft.

 

Die Sammlung umfasst über 200 Märchen, darunter der Froschkönig, Hänsel und Gretel, Schneewittchen, Aschenputtel, Dornröschen und Frau Holle. Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm aus Hanau sammelten die Märchen ursprünglich für Brentanos Volksliedersammlung „Des Knaben Wunderhorn". Sie waren eigentlich nicht für Kinder gedacht, sondern entstanden vor allem aus volkskundlichem Interesse. Als Brentano die Märchen der Brüder Grimm nicht nutze, veröffentlichten diese sie in Eigenregie. Die Erstausgaben wurden dann von 1812 bis 1858 herausgegeben.

 

Die Brüder waren auch Volkskundler und Sprachwissenschaftler und kamen über diese Studien zum Niederschreiben der Märchen. Neben ihren bekannten Sagen- und Märchenbüchern arbeiteten sie auch an einem Deutschen Wörterbuch, das in mehreren Teilen aber erst ab 1855 veröffentlicht wurde. Fertiggestellt wurde dieses umfangreiche Werk dann von anderen nach dem Tode der Brüder. Das Deckblatt der Erstausgabe zeigt einen Engel der ein Schild mit der Aufschrift „im Anfang war das Wort“ hält. Worte die auch bei Goethes „Faust“ verwendet werden, was vermuten lässt, dass auch Goethe (1749-1832) zum Wörterbuch beratend tätig war.

 

Bereits zu Lebzeiten der Grimms wurden die Märchen in verschiedene Sprachen übersetzt, heute sind es mehr als 170 Sprachen übersetzt, wobei sie außerhalb Europas meist nicht wörtlich übersetzt, sondern dem jeweiligen Kulturkreis angepasst wurden.

 

Betrachten wir nun einmal am Beispiel Schneewittchen warum unsere Märchen dem Feind ein Dorn im Auge sein können.

 

Schneewittchen (in frühen Schriften auch „Schneeweißchen“) wer kennt es nicht, dieses Märchen, das man auch zum Mythos um unser Reich deuten kann. Der Mythos Schneewittchen mit Parallelen zum Reich. Schneewittchen wurde bekanntlich durch die böse Königin, ihrer Stiefmutter, dreimal getötet.

 

Erinnern wir uns kurz an den Inhalt des Märchens:

An einem Wintertag sitzt eine Königin am Fenster, das einen schwarzen Rahmen aus Ebenholz hat, und näht. Versehentlich sticht sie sich mit der Nähnadel in den Finger. Als sie drei Blutstropfen in den Schnee fallen sieht, denkt sie: „Hätt’ ich ein Kind, so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an dem Rahmen!“

Ihr Wunsch erfüllt sich, und sie bekommt eine Tochter, die Schneewittchen genannt wird, weil sie helle Haut, rote Wangen und schwarze Haare hat. Schwarz, Weiß, Rot!

Nach der Geburt stirbt die Königin, und der König nimmt sich eine neue Gemahlin. Diese ist sehr schön, aber eitel und böse. Sie kann es nicht ertragen, an Schönheit übertroffen zu werden. Als Schneewittchen sieben Jahre alt ist, nennt der sprechende und allwissende Spiegel der bösen Königin Schneewittchen und nicht sie die Schönste im ganzen Land. Von Neid geplagt, beauftragt die Stiefmutter einen Jäger, das Kind im Wald umzubringen und ihr zum Beweis dessen Lunge und Leber zu bringen. Doch der Mann lässt das flehende Mädchen laufen und bringt der Königin Lunge und Leber eines Wildschweins, die diese im Glauben, es seien Schneewittchens, kochen lässt und verspeist.

 

Schneewittchen flüchtet in den Wald. Sie kommt zu einem Häuschen, in dem ein Tisch für sieben Personen gedeckt ist, und nimmt sich von jedem Platz ein wenig zu essen und zu trinken. Dann probiert es die Betten aus, bis es ein passendes gefunden hat, und schläft ein. Als es dunkel ist, kommen die Hausbewohner, sieben Zwerge, die in den Bergen nach Erz gegraben haben, heim. Sie bemerken erstaunt, dass jemand ihre Sachen angerührt hat. Im Bett des siebten Zwerges finden sie das schlafende Kind und sind hingerissen von dessen Schönheit. Am nächsten Morgen erklärt Schneewittchen ihnen seine Lage, und es darf im Haus wohnen bleiben, wenn es die Hausarbeiten verrichtet. Schneewittchen willigt ein und ist nun tagsüber immer alleine, weswegen die Zwerge das Mädchen vor der Stiefmutter warnen und es ermahnen, niemanden hereinzulassen.

 

Dreimal verkleidet sich nun die Königin als Händlerin und bietet dem Mädchen unerkannt Waren an, mittels derer sie ihm das Leben nehmen will: Einen Schnürriemen zurrt sie so eng, dass Schneewittchen zu ersticken droht, einen Haarkamm und schließlich die rote Hälfte eines Apfels präpariert sie mit Gift. Jedes Mal lässt sich Schneewittchen täuschen und von den schönen Dingen betören, sodass es sie annimmt und wie tot hinfällt. Die ersten beiden Male können die Zwerge Schneewittchen ins Leben zurückholen, indem sie Riemen und Kamm entfernen. Beim dritten Mal finden sie die Ursache nicht und halten das Mädchen für tot.

 

Weil es so schön ist, legen sie es in einen gläsernen, mit Schneewittchens Namen und Titel beschrifteten Sarg, in dem es aussieht, als schliefe es nur. Sie stellen den Sarg auf einen Berg, wo auch die Tiere des Waldes das Mädchen betrauern und es immer von einem der Zwerge bewacht wird. Die böse Königin erhält von ihrem Spiegel die Auskunft, dass nun sie „die Schönste“ sei.

 

Schneewittchen liegt sehr lange Zeit in dem Sarg und bleibt schön wie eh und je. Eines Tages reitet ein Königssohn vorüber und verliebt sich in die scheinbar tote Prinzessin. Er bittet die Zwerge, ihm den Sarg mit der schönen Königstochter zu überlassen, da er nicht mehr ohne ihren Anblick leben könne. Aus Mitleid geben die Zwerge ihm schweren Herzens Schneewittchen. Doch als der Sarg auf sein Schloss getragen wird, stolpert einer der Diener, und der Sarg fällt zu Boden. Durch den Aufprall rutscht das giftige Apfelstück aus Schneewittchens Hals. Sie erwacht, und der Prinz und Schneewittchen halten Hochzeit, zu der auch die böse Königin eingeladen wird. Voller Neugier, wer denn die junge Königin sei, von deren Schönheit ihr der Spiegel berichtet hat, erscheint sie, erkennt Schneewittchen und muss zur Strafe für ihre Taten in rotglühenden Eisenpantoffeln solange tanzen, bis sie tot zusammenbricht.

 

Schwarz, weiß und rot – unsere Reichsfarben, die heilige Zahl Sieben, Trauer um Schönheit, alles passt zum Deutschen Reich und seiner traditionsvollen Geschichte.

 

Mehrmals wurde versucht unser Reich zu besiegen. Immer ist es nicht gelungen, bis dann im Mai 1945 die geballten Kräfte der Menschenfeinde das Reich scheinbar besiegt haben. Scheinbar, denn ein Ende ohne Friedensvertrag ist nur ein Waffenstillstand. Und so ahnen die Menschenfeinde, die das Reich derzeit noch am Boden halten, dass sie nicht gewinnen können. Wir Deutsche haben die Erinnerung an das Reich und die Volksgemeinschaft und wir wissen, dass es dieses Reich mit der Volksgemeinschaft ist, das uns die Schönheit der Welt nicht vergessen lässt. Ganz so wie Schneewittchen im Glass-Sarkophag lag, liegt derzeit das Reich vor unserem geistigen Auge und viele warten gebannt auf den Prinzen, der es wiedererweckt.

 

Doch dem Prinzen müssen wir zeigen, dass wir bereit sind das Reich neu zu leben. Auch liegt es an uns den Glaskasten kräftig durchzuschütteln, damit das darin noch immer vorhandene Reich erwachen kann. Und so werden es eines schönen Tages diese Menschenfeinde sein, die wir ihrer gerechten Strafe zuführen werden. Ob dies glühende Eisenpantoffeln sein werden oder nur Wasser und Brot bei Kerkerhaft wird sich dann finden.

 

Aufklärungsarbeit ist jedenfalls unverändert das oberste Gebot der Stunde, um das Reich aus dem „Dornröschenschlaf“ (um noch ein Märchen zu erwähnen) zu wecken.

Warum nicht auch anhand von Grimms Märchen?

 

Frank Jeske / Terra-Kurier 25.04.2018