Der wahre Grund für ihre Abschaffung der DEUTSCHEN MARK

Gedanken von Waldemar Krause

 

ARD-Tagesschau 1 Januar 2002: „Der EURO ist da! Schon kurz nach Mitternacht haben die ersten Europäer das neue Bargeld aus den Automaten gezogen. Der EURO wurde, wie hier in Frankfurt, fast überall mit Feuerwerk und Riesen-Partys begrüßt.“

 

Was gab es zu feiern? Den größten Raubzug aller Zeiten! Ach wirklich? Ja, ganz im Ernst. Wir wurden ausgeraubt und fast niemand hat es gemerkt. Wir staunen auf die Euro-Kreatur, wie das Kaninchen auf die Schlange und wir sind wie von ihrem Gift betäubt!...

 

Es folgen Auszüge aus der wissenschaftlichen Arbeit „Der Welt-Geld Betrug“ von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover.

Die PDF-Datei steht im Internet zum Nachlesen und Herunterladen bereit. (z. B. hier: www.terra-kurier.de/der-welt-geldbetrug.pdf)

 

Prof. Dr. Hamer: „Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Eine durch nichts gedeckte Währung kann zwar durch Gesetz zum amtlichen Tauschmittel, nicht jedoch zum Mittel der Wertaufbewahrung, erzwungen werden. Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht. Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation. Und Inflation bedeutet Geldentwertung.“

 

Das heißt, ein Staat kann natürlich auch Papiergeld anstatt Edelmetall-Geld einsetzen. Nur muss die Höhe des Geldes der gesamten Höhe der im Staat erzeugten Gütermengen und Dienstleistungen entsprechen. Daraufhin passen sich die Preise der vorhandenen Geldmenge an und bleiben für immer stabil. Das garantiert jedem Bürger dieses Staates, dass er die Früchte seiner Arbeit, nämlich sein Geld jede Zeit in Arbeit anderer Bürger, oder deren Vermögen eintauschen kann, ohne dabei Verlust zu erleiden. Praktisch bedeutet das, wenn ich in diesem Jahr für einen EURO ein Brot kaufen kann, dann muss ich das auch in 10, 20, 30 Jahren kaufen können. Das ist die primäre Pflicht eines Rechtsstaates, seinen Bürgern gegenüber als Wertgarant aufzutreten. Wenn ich für einen EURO in diesem Jahr ein Brot kaufen kann und in vier Jahren nur ein Brötchen, dann hat dieser EURO einen Wertverlust erlitten und ich wurde meiner Kaufkraft beraubt. Folgerichtig bedeutet diese Tatsache, der Staat ist nicht im Geringsten seiner Pflicht, die Geldmenge stabil zu halten, nachgegangen.

 

Damit die Deutsche Mark ein garantiertes Mittel der Wertaufbewahrung darstellt, wurde schon bei ihrer Einführung die Bundesbank gegründet. Sie war staatsunabhängig und widerstand dadurch effektiv dem politischen Druck nach Geldmengenvermehrung. Somit war der Beraubung der Bürger durch den Staat mittels Inflation (Geldentwertung) ein Riegel vorgeschoben.

 

Prof. Dr. Hamer: „Dies hat dazu geführt, dass die D-Mark als stabilste Währung der Welt immer mehr auch Währungsreserve und bevorzugte Wertanlage wurde. Die meisten anderen Staaten … und das private Federal-Reserve-System (FED) dagegen bevorzugten eine «freie Quantitätswährung», also eine Währung, deren Missbrauch durch die Politik oder durch die privaten Zentralbankeigentümer nicht gesetzlich beschränkt wurde. Da die Deutsche Mark durch die Bundesbank relativ wertstabil gehalten wurde, verminderten sich andere wichtige Währungen dagegen durch Geldmengenvermehrung und Inflation immer stärker im Wert. So wurde die Deutsche Mark in Konkurrenz zum Dollar immer stärker auch Währungsreserve von Wirtschaft und Zentralbanken in der Welt. Vor allem aber wurde an der «harten» Währung (Deutsche Mark) deutlich, wie weich eine ständige Geldmengenvermehrung die anderen Privat- oder Staatswährungen gemacht hatte. Die, der Geldwertstabilität verpflichtete Bundesbank wurde so zum gemeinsamen Störer … - kein Wunder, dass dieser Störer durch Abschaffung der Deutschen Mark und Einbindung in eine wieder mehr von der Politik gesteuerte, nicht mehr souveräne Europäische

Zentralbank ausgeschaltet werden musste“.

 

International gebräuchliche Reservewährungen (gekürzte Darstellung)
Quelle Wikipedia unter „Deutsche Mark“:

Währung

1970

1972

1976

1980

1984

1995

1998

1999

2002

US-Dollar

77,2 %

78,6 %

76,6 %

67,2 %

65,8 %

59,0 %

69,3 %

70,9 %

66,5 %

Euro

17,9 %

24,2 %

Deutsche Mark

1,9 %

4,6 %

8,8 %

14,8 %

12,1 %

15,8 %

13,8 %

Pfund Sterling

10,4 %

7,1 %

1,9 %

2,9 %

2,8 %

2,1 %

2,7 %

2,9 %

2,9 %

Yen

0,1 %

2,1 %

4,3 %

5,4 %

6,8 %

6,2 %

6,4 %

4,5 %

Französischer Franc

1,1 %

0,9 %

1,6 %

1,7 %

1,0 %

2,4 %

1,6 %

Schweizer Franken

0,7 %

1,0 %

2,2 %

3,2 %

2,0 %

0,3 %

0,3 %

0,2 %

0,4 %

Sonstige

8,7 %

7,7 %

6,8 %

5,9 %

10,9 %

13,6 %

6,1 %

1,6 %

1,4 %

Deshalb war die DM lange Zeit inoffizielle Leitwährung in vielen Ländern, vor allem innerhalb der EWG.

 

Die Tabelle beweist, die internationalen Währungsreserven der DM sind von knapp 2 % im Jahr 1970 bis knapp 14 % in 1998 gestiegen. Die Reserven von Pfund Sterling sind im gleichen Zeitraum von 10 % auf 3 % gefallen. Die Reserven der Schweizer Franken und der Französische Frank sind beinah unverändert geblieben.

 

ARD-Tagesschau 1 Januar 2002: „Bundesfinanzminister Eichel versicherte, das neue Geld werde genau so stabil sein, wie die Mark.“

 

Ach ja? War das sein Ernst? Nein, natürlich nicht. Jeder weiß, dass sich die Preise innerhalb von Paar Jahren verdoppelt haben. Inzwischen haben sich einige Preise vervielfacht.

 

Herr Eichel bei der „Tages-Show“ von 1.01.2002: „Der EURO ist ein Bestandteil für mehr Wohlstand in Europa.

 

Ach wirklich? Seit der Einführung des EURO wird der Wohlstand in Europa kontinuierlich abgebaut.

 

Am 30.01.2006 sagte Johannes Führ, ein studierter Finanzwissenschaftler, in der FAZ folgenden Satz: “Ein EURO ist nur noch so viel wert wie eine Mark“.

 

Upps! ... Nach vier Jahren haben wir die Hälfte unseres Geldes verloren? So schaut es aus. Knapp zwei Mark mussten wir für einen Euro hinlegen. Wo liegt der reale Kurs der DM zum EURO heute? Kostet bereits 1 DM etwa 2 €? Oder vielleicht noch viel mehr? Was wäre, wenn uns die DM geblieben wäre?

 

Bereits am 08.11.2012 sagte der Alt Bundeskanzler Helmut Schmidt auf dem Zeit-Wirtschaftsforum dazu folgendes: „Wenn wir statt des EURO die D-Mark noch hätten, dann wäre die D-Mark inzwischen durch die Decke dieser Kirche aufgewertet worden“! Ja, das stimmt ganz genau.

 

Das Problem ist nur, wir haben keine Deutsche Mark mehr. Haben wir darüber abstimmt, dass wir sie nicht haben wollen? Nein, das durften wir nicht. Prof. Dr. Hamer: „Helmut Kohl hat dafür gesorgt, dass dies «im kleinen Kreise» entschieden wurde, dass die deutsche Bevölkerung über den Verlust ihrer werthaltigen Währung nicht abstimmen durfte («Wo kommen wir hin, wenn die Bevölkerung über so wichtige Dinge selbst entscheiden sollte?»). Die Bevölkerung hätte nie freiwillig die solide D-Mark geopfert“... „Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage, hat sich das Geld der Welt von jedem zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es als Papier hemmungslos neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig entwertet. Dass die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, dass durch geschickte Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares Wertverhältnis vorgespiegelt wird. Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die Geldmengenvermehrung produzieren“.

 

Artikel 20 Grundgesetz Punkt 2: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

Das Volk hat die ganze Macht? Ach wie amüsant! Ist das wirklich der Fall? Wird uns etwa die Wahrheit gesagt? Wenn die Macht doch nicht vom Volk ausgeht, von wem dann? Von den Volksvertretern? Nun, die Wahrheit ist so grausam und so verstörend, dass es besser wäre, wir hätten sie nie erfahren. Außerdem, wo kommen wir hin, wenn das Volk die ganze Wahrheit erfährt?

 

Zurecht schreibt Herr Dr. Hamer in seiner Arbeit auf Seite 6: „Würden die Marktteilnehmer wissen, dass unser Geldsystem letztlich am Privatgeld Dollar und dieses Geld ohne jeden Wertbezug allein an den Manipulations- und Missbrauchswünschen der großen Finanzoligarchie hängt, dann würden die Menschen ihr Währungsvertrauen verlieren, ihr Geld nicht mehr als Wertaufbewahrungsmittel betrachten, sondern der laufenden Geldentwertung durch Flucht in die Sachwerte zu entgehen versuchen”. „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh", meinte Henry Ford.

 

Der wahre Grund für die Abschaffung der DM war die Überführung in eine, den Leuten völlig unbekannte Dimension, eine Welt der Lügen und Täuschung im gigantischen Ausmaße.

Und wir starren auf die EURO-Kreatur, wie das Kaninchen auf die Schlange und wir sind wie von ihrem Gift betäubt!...

W.K. im Februar 2018

 

 

Ergänzung der TK-Redaktion:

Anfangs, also 2002, bei EURO-Einführung, war die neue Währung noch recht stabil, eigentlich so wie man es von der DM gewohnt war. Nur deshalb war ja auch die Zustimmung der EURO-Länder damals gegeben. Dann installierte man auf Drängen von Kohl und Waigel auch noch die Europäische Zentralbank zu 100% nach dem Vorbild der Deutschen Bundesbank. Dazu kam die Direktion ebenfalls von der Bundesbank und so war eigentlich alles halbwegs in geordneten, deutschen Bahnen.

 

In den Jahren unter deutscher Führung wurde auch tatsächlich daran geglaubt, dass man mittelfristig die Preise für nahezu alle Güter innerhalb der EURO-Zone anzugleichen, was wiederum andere Länder beflügelte dem EURO beizutreten. Vorsichtiger wurde die Betrachtungsweise durch die europäischen Banken und Währungsanalysten erst, als keine Bundesbankkaufleute mehr die Führung bei der Europäischen Zentralbank innehatten. Und von da an ging es bergab!

 

So war der EURO seinerzeit richtig angedacht! Was allerdings bis heute durch die kleine, wurzellose Verbrecherclique aus Hochfinanzkreisen, die überall und nirgends zuhause sind, daraus gemacht wurde, hat mit dem damaligen Grundgedanken nicht mehr viel zu tun. Er wurde genau zu dem Manipulationsinstrument, das im Aufsatz oben beschrieben wurde. Eines Tages, nach dem Tag X, wenn Goldene Zeiten angebrochen sind und alle Europäer tatsächlich nahezu den gleichen Lebensstandard haben werden, wird eine gemeinsame Europäische Währung eine tatsächliche Blütezeit erleben. Ob diese dann noch EURO oder EUROPAMARK oder wieder RM (Reichsmark) heißen wird, ist dann fast von untergeordneter Bedeutung.

 

Achim Kurth im Terra-Kurier / Februar 2018