Skandal um Diesel – oder viel Wind um Nichts?

 

Zunächst einmal gilt bei diesem Thema: Man sollte nicht alles auf die Autoindustrie schieben!

Schuld und Hauptverursacher sind die Politiker die am Grünen Tisch Gesetze und Verordnung verabschieden die Technisch nicht machbar sind! Weil Sie von der Materie eben keine Ahnung haben!

 

Es ist inzwischen einige Jahre her, es muss sogar noch unter der „Schröder-Regierung“ gewesen sein, da rief die Bundesregierung alle Automobilkonzerne der Bundesrepublik zusammen, um denen die Vorstellungen zum „sparsamen Auto“ vorzustellen. Es wurde ein „Dreiliterauto“ gefordert. Die Vorstände der Automobilbaukonzerne sagten damals alle übereinstimmend, dass dies nicht möglich ist. Man könnte allenfalls bei der Dieseltechnologie soweit entwickeln, dass man vielleicht auf fünf oder vier Liter Verbrauch auf 100 Km kommt. Alles andere sei illusorisch. Die Damen und Herren Bundesvertreter sagten daraufhin sinngemäß, dass die Konzerne sich alle zusammensetzen sollen, um dann eben die Dieseltechnologie dahingehend zu entwickeln.

 

Gesagt getan, hat man sich ans Werk gemacht und auch die ausländischen Automobilbauer, die ohnehin ganz ähnliche Aufträge ihrer Regierungen hatten, an den Tisch geholt. So entstanden die derzeit vorhandenen Dieselmotoren mit ausreichend viel Leistung bei recht geringem Verbrauch. Natürlich haben Absprachen stattgefunden. Das ist immer so wenn Technologie flächendeckend entwickelt werden muss und in diesem Fall sogar nach Aufforderung der damaligen Bundesregierung. Scheinbar liest eine Nachfolgeregierung nicht was der Vorgänger abgesprochen hat und so wirft man heute den Vorständen illegale Absprachen vor. Als iIllegal ist dabei allenfalls das Handeln der Bundespolitversager anzuprangern, die sich an nichts erinnern und jede Verantwortung von sich weisen.

 

Sozialistische Politik ist immer unsozial. Das gehört zu den Konstanten der Geschichte. Venezuela führt es gerade wieder vor, der Ostblock bewies es täglich. Hier wie dort herrschte eine Zweiklassengesellschaft: die mit Beziehungen, Dollars und D-Mark, und die vielen anderen. Auch in Deutschland gibt es wieder diese Teilung. Auf der einen Seite die Ideologen, auf der anderen die Gelackmeierten. Das zeigt sich nun Mal wieder in der Diskussion um Dieselfahrzeuge, die Kommunen nach einer Gerichtsentscheidung nun von ihren Straßen verbannen können.

 

Denn das Verbot trifft vor allem jene, die es nicht so dicke haben. Also all die ohne Geschäftswagen, ohne den Zugriff auf Fuhrpark, parlamentarischen Limousinen-Service oder Leasingautos. Es trifft vor allem Pendler, Gewerbetreibende und kleine Selbständige, für die und deren Kunden nun keine Alternative zur Verfügung steht. Sie werden nun faktisch enteignet. In der hochmögenden Diktion des Vorsitzenden Richters am Bundesverwaltungsgericht: „Gewisse Wertverluste sind hinzunehmen.“ Warum agiert dieser Richter eigentlich nicht regierungsunabhängig? – Nun, weil er durch die Parteien, die diese Versagerregierung bilden, ins Amt gesetzt wurde.

 

Dabei gibt es für diese Einbußen keinen Grund. Denn die Grenzwerte für Stickoxide (NOx), auf die das Gericht seine Entscheidung stützte, sind unwissenschaftlich, willkürlich, unverhältnismäßig und widersprüchlich. 40 Mikrogramm (mcg) pro Kubikmeter ist heute der Grenzwert, der auf öffentlichen Straßen nur an wenigen Tagen im Jahr übertroffen werden darf. Am Arbeitsplatz sind hingegen 950 mcg zulässig, in der Schweiz sogar 6.000 mcg. Dass man dort möglichen Gesundheitsgefährdungen der Bevölkerung weniger aufmerksam gegenübersteht, wird niemand behaupten. Nur sind die Schweizer eben keine Ideologen. Denn sie wissen: Küchen mit Gasherd erreichen leicht 4.000 mcg, in Zimmern mit offenen Kaminen sind auch doppelte Werte nicht selten. Das ist der 200fache Wert dessen, was auf deutschen Straßen gilt. Wo ist da die Gefährlichkeit für Leib und Leben auf den Straßen? Aber darum sorgt man sich in Politkreisen längst nicht mehr.

 

Tatsächlich ist das vielfach behauptete Verhältnis der Todesfälle durch verkehrsbedingte Umweltgifte mehr als unglaubhaft, da die Belegbarkeit dieser Todesart fehlt. War anfangs von 80.000 Toten pro Jahr die Rede, reduzierte sich die Zahl erst auf 60.000, dann auf 40.000. Kürzlich las man von jährlich 8.000 Opfern, nun sollen es nur noch 4.000 sein. Das ist ein geradezu phänomenaler Rückgang um 95 Prozent, der doch normalerweise für große Berichte in allen Medien sorgen müsste. Doch scheint der Rückgang bei Stickoxid- und Feinstaub-Toten niemanden zu interessieren. Zu Recht. Denn die Todeszahlen waren schon immer ein Schmarrn. Nicht einen Totenschein gibt es in Deutschland, der als Todesursache „Feinstaub“ oder „NOx“ nennt. Und seltsamerweise stieg die Lebenserwartung in den vergangenen Jahren, obwohl bis 2010 mit 200 mcg noch deutlich höhere NOx-Grenzwerte im Straßenverkehr galten. Dass NOx und Feinstaub die Sterblichkeit erhöhen, war schon immer eine Lüge, „Fake-News“ sagt man im Neusprech.

 

So willkürlich die Zahlen zu angeblichen Todesfällen, so willkürlich auch die Festlegung des Grenzwerts von 40 mcg. Ein Ministerialdirektor des Bundeswirtschaftsministeriums räumte im vertraulichen Gespräch ein, dass der Wert „mittels einer Dartscheibe“ ermittelt wurde und es keine medizinischen oder sonstigen wissenschaftlichen Gründe für den Wert gibt. Selbst im grenzwertstrengen, umweltbewussten Kalifornien gilt im Straßenverkehr der Grenzwert von 100 mcg – ein Wert, der in keiner deutschen Stadt erreicht wird.

 

Zigaretten, Grillen und Feuerwerk, so das Umweltbundesamt, werden 2020 mehr Feinstaub produzieren als der Individualverkehr. Allein die 15 größten Schiffe (Containerfrachter und Kreuzfahrtschiffe) stoßen laut der Umweltorganisation Nabu mehr NOx aus als 750 Millionen Pkw – und rund 90.000 Schiffe sind weltweit auf den Meeren unterwegs. Wer wirklich den NOx-Ausstoß bekämpfen will, müsste in erster Linie den Schiffsverkehr ins Auge fassen.

 

Doch geht es gar nicht um Gesundheits- oder Umweltschutz. Die sind nur vorgeschoben. Tatsächlich ist die Debatte um den Diesel der immer neue Versuch von Grünen und Linken, das Auto kaputtzureden. Erst unter dem Stichwort „Saurer Regen“, dann Ozon, Waldsterben, dann CO2, dann Feinstaub, nun eben Stickoxide. Stickoxide sind deshalb auf der Platte, weil es für Otto Normal viel bedrohlicher klingt als nur Feinstaub! Dass unmittelbar nach dem Verwaltungsgerichtsurteil führende Politclowns forderten, nun müsse man auch Benzinmotoren den Kampf ansagen, zeigt die Richtung in die man tatsächlich will. Der Individualverkehr soll eingeschränkt werden. Denn wer mobil ist, der kann sich mit anderen Gleichgesinnten, die den Regierungsunsinn durchschauen, treffen und gar verschwören. Die noch Regierenden handeln somit aus purer Angst vor dem erwachenden Volk.

 

Richtete sich die Kritik der Linken früher auf die Industrie, gilt sie heute dem Verbraucher. Während sich Ministerpräsidenten wie Kretschmann, Weil oder ehedem Kraft als Partner der Großindustrie inszenieren, erfinden ihre Parteien immer neue Bevormundung der Menschen. Ihm werden die Milliardenkosten der Öko-Energie aufgebürdet, ihm werden Veggie-Tage, Hausdämmung und Fahrradfahren empfohlen. Bier soll er nicht aus Aluminiumdosen trinken, statt Glühbirnen LED-Birnen nutzen. Verbieten will man ihm Vespa-Roller, Schnäppchen, Billigflüge und Heizpilze, auch Ponyreiten, Böller und Computerspiele. Fährt er Auto, gängelt man ihn mit Parkraumbewirtschaftung und Tempo-30-Zonen. Auch hier markiert der Erziehungsgedanke die Grenze zwischen Sozialpolitik und sozialistischer Ideologie. Es gilt durch immer neue Produkte, die aber in Wahrheit eigentlich keiner braucht, den Konsum zu beleben. Läuft die Wirtschaft, bleibt das eigentlich längst tote System am Leben – scheinbar zumindest.

 

Einher damit geht die De-Industrialisierung Deutschlands. Viele wichtige Technologien, in denen dieses Land einst führend war, sind inzwischen abgewandert, und mit ihnen Tausende Arbeitsplätze. Nun geht es gegen die wichtigste deutsche Industrie. Ihrem Traum von Deutschland als großem ökologischen Biohof kommen Linke so wieder einen Schritt näher. Das ist nur konsequent. Genügend agrarische Hilfsarbeiter, unvermittelbar in einem Hochtechnologieland, hat man schon ins Land geholt. Wobei einige dieser ins Land geholten Wilden selbst zum Spatenhalten zu blöd sind.

Doch zurück zum Diesel. Fahrverbote für Diesel soll es nur unter ganz bestimmten Bedingungen geben. Zum Beispiel diese, dass es nicht zu unverhältnismäßigen Härten kommt und zuvor müssten andere Maßnahmen ausgeschöpft werden, um die Luftqualität zu verbessern. Das ist wie immer, wenn diese in allem ahnungslosen Kreise sich zu irgendetwas äußern nichts Brauchbares und vor allem nichts Konkretes. Auch gilt es in Regierungskreisen überall Geld abzuziehen, damit die Asylhorden weiterhin frei ausgehalten werden können. So will man auch die Subventionierung des Dieseltreibstoffes einstellen, um dadurch zusätzliche Einnahmen in erheblicher Höhe zu kassieren.

 

Auch bei Gerichten kommt es zu „Dieselurteilen“, über die man nur, mit gesundem Menschenverstand betrachtet, den Kopf schütteln kann. Das Hamburger Landgericht verurteilte einen VW-Händler, einen Dieselwagen wegen manipulierter Abgaswerte zurückzunehmen und gegen einen Neuwagen zu tauschen. Der Richter befand, dabei sei unerheblich, ob bei dem Gebrauchtwagen bereits eine neue Software aufgespielt sei. „Die Nachbesserung durch das Softwareupdate ist für Kläger unzumutbar“, heißt es in der Urteilsbegründung (Az: 329 O 105/17). Damit unterscheidet sich das Gerichtsurteil von anderen. „Wenn man das Urteil zu Ende denkt, sagt das Gericht, Volkswagen hat noch nicht einmal die Möglichkeit, die Mängel zu beheben“. Das Gericht nehme Volkswagen jegliche Möglichkeit, Fahrzeuge mit manipulierter Software in der bisherigen Form nachzubessern. Ob das Urteil Folgen für den millionenfachen Rückruf von manipulierten Dieselautos durch VW hat, bleibt abzuwarten. Gegen Volkswagen klagen bundesweit Tausende Besitzer manipulierter Dieselautos. Viele Verfahren wurden von Gerichten abgewiesen. In Fällen, in denen Urteile gegen VW fielen, legte der Autobauer Berufung ein. Einige Gerichte hätten Klägern bereits ein Anspruch auf einen Neuwagen zugesprochen. Bei keinem der Fahrzeuge sei jedoch ein Software-Update aufgespielt gewesen. Volkswagen argumentiert damit, dass die Manipulation durch die neue Software beseitigt wird und beruft sich auf die Zulassung durch das Kraftfahrt-Bundesamt.

 

In der Urteilsbegründung des Landgerichts Hamburg heißt es dagegen: „Der Durchschnittskäufer kann bei einem Autokauf erwarten, dass das von ihm erworbene Fahrzeug die Abgaswerte einhält, und zwar nicht nur durch eine beigefügte Software für den Prüfstand.“ Bemerkenswert an der Argumentation ist zudem, dass kein Nutzungsabschlag für den gebrauchten Wagen angerechnet wird, sondern das Gericht den beklagten VW-Händler verpflichtet, das Fahrzeug in einen Neuwagen zu tauschen, ein Fahrzeug der neuen Generation. Dabei bezieht sich der Richter ausdrücklich auf Befürchtungen in der Öffentlichkeit, dass sich das Softwareupdate negativ auf die Leistung des Fahrzeugs auswirken könnte und der Wagen damit womöglich an Wert verlieren. Die vom Kläger zitierten technischen Bedenken seien jedenfalls auch von einem Laien nachvollziehbar.

 

Doch genau mit diesen „Softwareupdates“ sind wir wieder beim ursprünglichen Auftrag der Bundesregierung: „Setzt euch zusammen und entwickelt ein 3-Literauto, egal wie!“

 

So ließen entsprechende Klagen und Durchsuchungen der Staatsanwaltschaften, nachdem VW als erster an den Bundespranger gestellt wurde, auch bei BMW und Mercedes Benz nicht lange auf sich warten. Und so sitzen sie alle noch immer im von der Bundesregierung bereitgebastelten Zimmer und „sprechen sich ab“.

 

Durch den so herbeigeredeten Dieselskandal verzögert sich der endgültige Absturz des Finanzsystems. Durch die entstandene Panik zum möglichen Fahrverbot sieht sich Otto Normal gezwungen seinen Diesel-PKW, der in den meisten Fällen nicht einmal schon sehr alt ist, zu verkaufen und sich einen neuen oder auch gebrauchten Benziner zuzulegen. Das hat schon 2009 mit der Abwrackprämie hervorragend funktioniert. Aus lauter Dankbarkeit hat Otto Normal seit damals auch das Versagen der Bunderegierungen schnell vergessen und hat den gleichen Parteienklüngel erneut gewählt, um jetzt etwas ganz Ähnliches erleben zu dürfen. So dient ein PKW-Neukauf der Industrie und spült zusätzlich Umsatzsteuern in die Staatskasse.

 

Wer jetzt glaubt, dass der so schmutzige, ja gefährliche Diesel verschrottet wird, der irrt sich gewaltig. Ein Diesel-PKW ist nur hier in Europa lebensbedrohend. So wird, wie schon zu Zeiten der Abwrackprämie, jeder „abgegebene“ Dieselwagen in „Drittweltländer“ verkauft und „belastet“ dann dort das Weltklima in unveränderten Art und Weise. Hallo, Otto Normal, merkst Du es jetzt wie Dich Deine Politiker belügen und veralbern?

 

Da die Panikmache derzeit Mal wieder so hervorragend funktioniert hat man sich in Politversagerkreisen die nächste „Umweltkatastrophe“ ausgedacht. Auch Benziner stoßen Feinstaub aus und benötigen dringend einen Partikelfilter, da Benziner plötzlich mehr Rußpartikel ausstoßen als Dieselfahrzeuge. Wer schon länger Auto fährt, der wird sich erinnern, dass man uns Mitte der 1980er Jahre den Katalysator vorgestellt hat, der alle Umweltprobleme lösen sollte. Wer heute um die 50 Jahre alt ist, wird sich noch gerne an die Zeit erinnern, als Autos noch richtig nach verbleitem Benzin duften durften. Es waren vor allem unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC), die dem Auspuff entfleuchten und das Aroma bestimmten. Dazu jede Menge geruchloses, aber giftiges Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx). Ein Cocktail, der auf verkehrsreichen Plätzen einen Autogeruch produzierte, den man seit damals so nicht mehr erleben kann. Die Ruhe um den Benziner hat so immerhin über 30 Jahre angehalten. Wissenschaftler zur Folge ist der Ausstoß von Rußpartikel aus Benzinern höchst gefährlich. Sind das die Wissenschaftler die von einer Klimakatastrophe faseln und CO2 als gefährlich brandmarken? Dann taugen die nichts und die Bundespolitclowns sollten sich andere Berater holen.

 

Der Angriff auf den Diesel macht den Autohändlern in Deutschland immer mehr zu schaffen. Vor allem auf dem Gebrauchtwagenmarkt hat sich die Lage noch einmal deutlich verschlechtert. 87 Prozent der Händler können Diesel-Gebrauchtwagen nur noch mit höheren Abschlägen verkaufen. 22 Prozent nehmen überhaupt keine Diesel-Gebrauchtwagen mehr in Zahlung. Das geht aus aktuellen Zahlen des Dieselbarometers der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) hervor. Die Neuzulassungen von Dieselfahrzeugen sind seit Monaten auf Talfahrt. Laut DAT-Barometer gaben 58 Prozent der Händler an, weniger Diesel-Neuwagen an Gewerbekunden verkauft zu haben. Bei den Privatkunden stelle sich die Entwicklung noch drastischer dar: 86 Prozent der Händler verkaufen weniger gebrauchte und neue Diesel-Pkw an Endverbraucher. Viele Dieselfahrzeuge stehen bei Händlern auf dem Hof, gebrauchte Diesel-Pkw kosten den Handel pro Tag und Fahrzeug im Schnitt 28 Euro im Schnitt. 57 Prozent der Händler geben deutlichere Nachlässe auch auf Diesel-Neuwagen, 61 Prozent bilden Rückstellungen für drohende Verluste.

 

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das Fahrverbote generell für zulässig erklärt hatte, hat sich der Beratungsaufwand im Handel deutlich erhöht. Außerdem gaben 93 Prozent aller Händler bei der Befragung an, das Urteil habe zu noch mehr Verunsicherung bei ihren Kunden geführt. Die Händler hätten aktuell keine Chance, bei der Vermarktung von Diesel-Gebrauchtfahrzeugen auch nur ihre Kosten zu decken, sagte der DAT-Geschäftsführer. Sie werden deshalb auf Unterstützungsleistungen von ihren Herstellern, Importeuren oder der Politik angewiesen sein, um nicht in eine wirtschaftliche Schieflage zu gelangen. Somit ist eine Abwrackprämie 2.0 sehr wahrscheinlich.

 

Diesel-Fahrverbote kämen einer Enteignung gleich. Davor scheut man sich noch in Politkreisen. Das ganze System scheint derzeit in Auflösung begriffen, da eignet sich die Diskussion um die Dieseltechnologie hervorragend, um von echten lebensentscheidenden Problemen abzulenken. Wenn es um des Verbrauchers liebstes Kind, das Automobil, geht, dann wird alles andere hintenangestellt und Otto Normal ist wieder in seiner gewohnten Umgebung: Seine Gewohnheiten zu verteidigen und nur über das Nachdenken was gerade vorgegeben wird.

 

Es wird nicht mehr allzu lange dauern, dann wird ein Fahrverbot für Diesel-PKW kommen. Dann wird es zur Quasi-Enteignung kommen und der Aufschrei wird im Lande verhallen wie schon viele Male zuvor bei anderen Themen.

 

Zurückblickend ist es eine Glanzleistung der Automobilbauer, insbesondere der Deutschen, das die Dieseltechnologie leistungs- und verbrauchsbezogen den heutigen Stand erreichen konnte. Vom Schattendasein und dem Ruf eines lahmen „Rentnerautos“ zur Hochleistungstechnologieträger in nur relativ wenigen Jahren, das macht so schnell kein anderer nach. Auch sollte man nicht außer Acht lassen, dass der Dieselmotor schon wenige Jahre nach seiner Erfindung durch Rudolf Diesel im Jahre 1893 überwiegend in Lastkraftwagen und Schiffen verbaut wurde und eigentlich niemals für den Großserieneinsatz in PKW´s konzipiert wurde. So sollte man eigentlich damit leben können, wenn über kurz oder lang ein Kompromiss entwickelt wird, der die Dieselmotoren wieder für Lastbereich (LKW, Transporter, Busse, usw.) vorsieht und Benzinmotoren für den Bereich PKW.

 

Betrachtet ein Automobilbegeisterter den Diesel im Vergleich zum Benziner, wird ohnehin immer der Benziner den Vorzug erhalten. So liebt es der Autobegeisterte, der im schnellen Benziner unterwegs ist, wenn auf der Autobahn ein anderes schnelles Fahrzeug sich im Rückspiegel nähert und dann nach gasgeben schnell wieder kleiner wird. Es war dann sicherlich ein hochtechnisierter Diesel, der aber mit der Kraftentfaltung eines Benzinmotors noch immer nicht mithalten kann. Und Mal ehrlich – hat sich nicht jeder schon Mal über einen stinkenden, tatsächlich rußenden, schwarze Wolken ausstoßenden Diesel-PKW geärgert der vor einem her fährt, die Landschaft einnebelt und die Lüftung des eigenen Autos strapaziert?

 

Während der Recherche zu diesem Artikel erreichte uns „in letzter Minute“ die Nachricht, dass für die Firma Bosch der Diesel zu wichtig ist, als dass er einfach abgeschrieben werden könnte. Ist auch nicht nötig, meint auch der weltgrößte Zulieferer. Es bleibt auch hier spannend was passiert.

 

In diesem Sinne, bis demnächst auf der Autobahn im Diesel oder im Benziner – noch ist beides möglich!

Und immer daran denken: Die Politclowns machen viel Wind um Nichts!

 

JKS / Terra-Kurier 27.04.2018