Feld des Jammers – Gedenkstätte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers bei Bretzenheim/Nahe /

Teil der Rheinwiesenlager

Von Waldemar Krause und Achim Kurth

Die Hintergrund-Begleitmusik auf dieser Seite ist mit freundlicher Genehmigung des Komponisten und Sängers, Michael Hiller, hinterlegt. Diese Musik kann hier auch separat gehört werden.

 

http://wordpress.p248468.webspaceconfig.de/wp-content/uploads/2014/12/Mahnmal1.jpg  

(Foto von der Netzseite: http://www.bretzenheim.de/project/feld-des-jammers/)

 

Allen in Gefangenschaft verstorbenen deutschen Soldaten zum Gedenken gewidmet.

 

Das Mahnmal an der Bundesstraße 48 (Naheweinstraße) zwischen Bretzenheim und Bad Kreuznach wurde 1966 unter Mitwirkung der Bevölkerung der Umgebung eingeweiht. Es steht für das weit über die Grenzen Deutschlands bekannte ehemalige Kriegsgefangenenlager Bretzenheim, das von Ende März 1945 bis 31.12.1948 auf dem Gelände im Dreieck Bretzenheim-Winzenheim-Bad Kreuznach bestanden hat. Das weit bis zu den Weinbergen reichende Gelände hinter und beidseits des Mahnmals hatte eine Ausdehnung von ca. 400 ha und war in 24 Lager unterteilt. Zeitweise war es mit ca. 110.000 Gefangenen belegt. Auch Frauen (Rotkreuzschwestern, Blitzmädchen und Wehrmachthelferinnen) waren dort, unter freiem Himmel, untergebracht. Das Lager bestand bis zum 10.07.1945 unter amerikanischer Verantwortung und wurde danach vom französischen Militär übernommen. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Lager auf 30 ha verkleinert, das noch rund 17.000 Kriegsgefangene beherbergte. Ab Oktober 1945 wurde das Lager als Durchgangs- und Entlassungslager geführt.

 

Dass die Gedenkarbeit heute wichtiger denn je ist, zeigt ein Farbanschlag auf das Mahnmal am frühen Morgen des Volkstrauertages 2015. Was mit dieser Schweinerei bezweckt werden sollte, wird wohl immer das Geheimnis der unbekannten feigen Täter bleiben. Die Ortsgemeinde Bretzenheim hat eine Belohnung in Höhe von 1.000 € zur Ergreifung der Täter ausgesetzt, die leider jedoch nichts fruchtete. Zu einem weiteren Farbanschlag kam es im Frühjahr 2017. Mittlerweile hat die Ortsgemeinde das Mahnmal abermals der Würde des Ortes entsprechend mit Spendengelder hergerichtet.

 

 

Die Gemeinde Bretzenheim ist noch eine der wenigen Landkreise
in Deutschland, die das ehrenvolle Gedenken an die Gefallenen
der Kriege aufrechterhält. So ist auch auf dem katholischen Kirchhof
ein gut gepflegtes Denkmal vorhanden, das die Gefallenen und
Vermissten der beiden Weltkriege namentlich auflistet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonnabend, den 25. November 2017 fand in Bretzenheim an der Nahe wieder eine Gedenkveranstaltung statt. Es wurde jener gemordeten, deutschen Soldaten gedacht, die die Alliierten – nach dem Krieg! – in den Rheinwiesenlagern verhungern und verderben ließen. Deutsche Soldaten, darunter junge Männer, die dafür gekämpft haben, dass die Welt nicht so werde, wie sie heute geworden ist. (s. auch: http://rheinwiesenlager.de/ )

 

In der Folge wurden bis heute „Fremdarbeiter“ (als Gastarbeiter bezeichnet), dann „Asylanten“ und „Flüchtlinge“ nach Deutschland gepumpt. Das ist der aktuelle Bezug zu dieser über 72 Jahre zurückliegenden Völkermord-Aktion der sogenannten Siegermächte.

 

Nach den Forschungen des kanadischen Historikers James Bacques liegt die Opferzahl bei nahezu einer Million. Es war kein Unglück und kein Zufall, sondern kalte Absicht und Teil des Planes, das deutsche Volk weiter zu dezimieren. Bacques hat dazu einen Dokumentartfilm „Other Looses“ („andere Verluste“ / s. auch: https://en.wikipedia.org/wiki/Other_Losses ) produziert, der in mehreren Sprachen übersetzt wurde und für jeden, der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen möchte, zu empfehlen ist. Allerdings gilt: Nichts für schwache Nerven! (s. hier: https://www.youtube.com/watch?v=bl9pvPekcdo)

 

 

Am Sonnabend, den 25.11.2017 fand am „Mahnmal Feld des Jammers" in Bretzenheim ein Totengedenken statt, an dem ca. 90 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet teilgenommen haben.

Die Kundgebung verlief friedlich und wurde nach diversen Redebeiträgen gegen 17:00 Uhr beendet. An der angemeldeten Gegenversammlung des Vereins „Alternative Jugendkultur Bad Kreuznach" nahmen ca. 30 Personen teil, die sich relativ ruhig verhalten haben und gegen 16.10 Uhr das Feld geräumt haben. Über die lautaufgedrehten Funkgeräte der Polizei war aber zu hören, wie sich die Einsatzkräfte über den „linken Kindergarten“ (so wörtlich) geärgert haben!

 

Zu dritt reisten wir zum Mahnmal nach Bretzenheim. Einer von uns hat die „Eingangskontrolle“ nicht geschafft. Es wurde eine Strafanzeige gefertigt, weil er ein Taschenmesser bei sich hatte. Ein ganz normales Vielzweck-Taschenmesser mit Schraubenzieher, Korkenzieher, Schere usw. usf. Es gilt bei einer „Demonstration“ als unerlaubte Waffe. Der Einwand eine Gedenkveranstaltung ist keine Demonstration wurde ignoriert. So waren es dann nur noch zwei von uns, die am Mahnmal die Veranstaltung besuchten.

 

Die Teilnahme an der Feier ist mit knapp 100 Personen recht bescheidend ausgefallen. Um zu der Veranstaltung zu gelangen, musste man sich zwei Mal polizeilich durchsuchen lassen. Der Gehweg zum Standort war dann noch durch die kleine Antifa-Gruppe blockiert. Diese haben sich geweigert uns zu der Feier durchzulassen. „Ich habe hier die Macht und das Recht Sie aufzuhalten und zurückzuweisen“, sagte zu uns eine niedliche Antifa-Anführerin. Sichtlich verblüfft war sie gewesen, als sie zu hören bekam: Wenn Sie doch die Macht und das Recht haben das zu tun, gehen Sie an die Grenze und halten da die Invasoren auf“... Nach einer Stunde im Kalten hat sich die Gruppe dann wie schon gesagt recht schnell restlos aufgelöst ... Da die Antifa empfindet, dass es in Ordnung war, den Gefangenen ausreichend Nahrung und Wasser zu verweigern, kam bei uns die Idee auf, sie fesseln zu lassen und zur Probe auf dem Acker eine Woche liegen zu lassen ...

 

Eröffnet wurde die Feier von Gerd Ittner mit den Worten: „Die Zeit, in der wir mit Lügen zum Narren gehalten wurden, ist vorbei und sie wird platzen, wie es die Seifenblasen platzen“. Er lies die Rede des verstorbenen ehemaligen Jagdfliegers Reinhold Leidenfrost vor: „Die BRD ist nicht Deutschland geworden und blieb ein Vasallenstaat der US Amerikaner ... Dieses System wird eines Tages sein Ende finden“.

 

Frau Lydia Walz rief in ihrer Rede auf: „.. unsere Feinde sind nicht die Völker, die damals ... gegen uns gestanden haben. Unser wirklicher Feind ist jene international operierende, überstaatliche Hintergrundmacht, die der Todfeind aller Völker ist“.

 

Herr Alfred Schäfer erinnerte daran: „Nach Beendigung der Kampfhandlungen 1945 wurden deutsche Kriegsgefangene auf großen, eingezäunten Feldern ohne Schutz vor Regen und Kälte, wie Vieh zusammengepfercht. Planmäßig wurden die Nahrungsmittel, die für diese Gefangenen bestimmt waren, unterschlagen und zurückgehalten. Nicht einmal ausreichend Wasser bekamen sie um sie bewusst, qualvoll sterben zu lassen“. Er fuhr fort: „Bei den Wörtern .., wie zum Beispiel Rassist, Volksverhetzung, Flüchtling oder Antisemit … Die Liste geht immer weiter und wird ständig an die Besonderheiten des jeweiligen Wirtsvolkes angepasst. Diese Wörter bewirken beim Empfänger Schuldgefühle und eine Rechtefertigungsreaktion, womit er gesteuert wird … Kein Einziges (der Wörter) darf man an sich heranlassen“. „Sobald wir die Menschen hinter uns haben, ist der Krieg schon vorbei. Dann können wir alles zurückfordern, was uns gestohlen wurde, vielleicht sogar friedlich“!

 

Roland Wuttke erwähnte die Tatsache: „Die großen Wissenschaftler … haben uns davon berichtet, dass die Materie ihre Form verändern kann. Zu den Grundsätzen der Physik gehört das Energie-Erhaltungs-Prinzip. Energie kann nicht verschwinden... So auch die Tatkraft dieser vielen Millionen jungen Soldaten, die hier im Feld geblieben sind … Diese Kraft ist nicht verschwunden … somit ist ihr Kampf auch immer noch in unserem Blut.“

 

Ein Gedicht eines Russland-Deutschen war dann ganz besonders bewegend:

Welt ist verirrt, glaubt an gefälschte Daten
Geschichte ist von fremder Macht geschrieben.
Wo seid ihr, hier gefallene Soldaten?
Steht bitte auf, die Heimat braucht Euch wieder!
Die meisten Deutschen sind in Schlaf geraten
Die singen nicht mehr, stolze deutsche Lieder
Wo seid ihr, unsere tapferen Soldaten?
Kommt, singt mit uns, denn Deutschland braucht Euch wieder!

Sämtliche Redner haben die Sachen beim Namen angesprochen. Wir empfanden die Feier als sehr bewegend und wir waren stolz unseren gefallenen Soldaten die Ehre erwiesen zu haben.
Komplette Reden von der Gedenkfeier findet Ihr im Internetz bei YouTube.

In kameradschaftlicher Hochachtung

Euer Waldemar

 

im Terra-Kurier / Dezember 2017